08.06.2012 18:54
Bewerten
 (0)

Ölpreise mit deutlichen Verlusten - Sorgen um Spanien und Konjunktur

    NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag deutliche Verluste verbucht. Die Wirkung der überraschenden Leitzinssenkung in China vom Vortag war an den Finanzmärkten rasch verpufft. Sorgen um die globale Konjunktur und die angeschlagenen spanischen Banken sowie schwindende Hoffnung auf eine geldpolitische Lockerung in den USA drückten die Risikofreude. Am frühen Abend lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Auslieferung bei 98,27 US-Dollar. Das waren 1,66 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) fiel um 1,53 Dollar auf 83,30 Dollar.

 

    Die Erholung am Ölmarkt scheine schon wieder vorbei zu sein, hieß es in einem Marktkommentar der Commerzbank. In der Nacht fiel der Brentölpreis zurück unter die Marke von 100 Dollar. Die unerwartete Zinssenkung der chinesischen Zentralbank hatte die Risikobereitschaft der Anleger am Vortag noch deutlich gehoben und den Preis in der Spitze auf mehr als 102 Dollar getrieben. Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke, der die Hoffnungen auf eine geldpolitische Lockerung dämpfte, und die Herabstufung Spaniens durch die Ratingagentur Fitch um drei Stufen, drückten die Stimmung jedoch rasch wieder.

 

    Zum Wochenausklang sind die Sorgen um die spanischen Banken das beherrschende Thema an den Finanzmärkten. Die Anzeichen auf einen Hilfsplan verdichten sich. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann Madrid unter den Rettungsschirm schlüpft. Es werde wohl nur noch um eine Lösung gefeilscht, die der spanischen Regierung erlaubt, das Gesicht zu wahren, hieß es von Händlern. Ein Hilfegesuch des Landes steht nach dpa-Informationen kurz bevor. Fitch hatte den Finanzbedarf der angeschlagenen spanischen Geldhäuser in der Begründung seiner Bonitätsherabstufung auf 60 bis 100 Milliarden Euro beziffert.

 

    Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist zuletzt gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 97,70 Dollar. Das waren 19 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./hbr/jha/

 

 

 

 

Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX geht mit kräftigem Abschlag ins Wochenende -- Wall Street im Minus -- Winterkorn bleibt VW-Chef -- Balkanstaaten stellen Griechen-Banken unter Quarantäne -- Deutsche Bank, GE im Fokus

Obama lobt Kongress-Pläne zu Handelsabkommen TTIP. G20 kritisieren USA wegen IWF-Stimmrechtsblockade. Nächster Paukenschlag in Pharmaindustrie möglich: Teva erwägt Mylan-Kauf. Fresenius verhandelt über Zukauf in Israel. G20-Finanzminister optimistischer über Weltwirtschaft. Merkel sieht perspektivisch Freihandelszone mit Russland. Obama ermahnt Griechenland zu Reformen. US-Autobauer Ford investiert Milliarden in Mexiko. Auswärtiges Amt bringt Deutsche aus Jemen in Sicherheit.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die besten Flughäfen der Welt

Welche Startups werden von Investoren am höchsten bewertet?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wissenswertes rund um die Investorenlegende

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

Die wundersame Welt von Google

mehr Top Rankings

Umfrage

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind 2014 das dritte Jahr in Folge gesunken. Sollte Deutschland diese Entwicklung 2015 mitmachen?