03.10.2012 17:43
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Ölpreise stark unter Druck - US-Ölförderung steigt auf 15-Jahreshoch

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch im Nachmittagshandel ihre anfänglichen Kursverluste noch deutlich ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am späten Nachmittag 108,54 US-Dollar. Das waren 3,28 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) fiel unter die Marke von 90 US-Dollar. Der Preis sank um 2,99 Dollar auf 88,93 Dollar.

 

    Laut Angaben der US-Regierung ist die Ölförderung des Landes auf den höchsten Stand seit über 15 Jahren gestiegen. Zudem sei auch die Nachfrage nach Treibstoffen gesunken. Ölhändler sprachen von einem großen Überangebot an Rohöl. Überraschend gefallene Rohöllagerbestände in den USA in der vergangenen Woche hatten den Absturz der Ölpreise nicht gebremst.

 

    Einmal mehr drückte auch die Furcht vor einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft die Kauflaune am Ölmarkt. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt war der Einkaufsmanagerindex für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe im September deutlich zurückgefallen und signalisiert das schwächste Wachstum des Sektors seit März 2011. Der überraschend gestiegene Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor der USA hatte hingegen kaum Auswirkungen auf die Ölpreise.

 

    Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag im Durchschnitt 109,32 US-Dollar. Das waren 3 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/he

 

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