26.11.2012 20:11
Bewerten
 (0)

Ölpreise starten mit moderaten Verlusten in die neue Handelswoche

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag moderate Verluste verzeichnet. Insgesamt fielen die Kursbewegungen jedoch vergleichsweise gering aus. Am Montagabend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Januar-Lieferung 110,99 US-Dollar. Das waren 49 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 50 Cent auf 87,76 Dollar.

 

    Händler sprachen von einem verhaltenen Wochenauftakt. Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich nach Brüssel, wo die Euro-Finanzminister abermals über das große Sorgenkind Griechenland beraten. Es geht darum, die erneut aus dem Ruder gelaufene Staatsverschuldung Athens unter Kontrolle zu bringen, damit ausstehende Hilfskredite fließen können. Mitte vergangener Woche waren die Gespräche ergebnislos vertagt worden.

 

    Die angespannte Lage im Nahen Osten bleibt unterdessen ein stützender Faktor am Ölmarkt. "Nachdem es in der letzten Woche zu einem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas gekommen ist, rückt nun Ägypten in den Fokus", schreiben die Experten der Commerzbank in einem Kommentar. In Ägypten kam es zuletzt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, nachdem Präsident Mursi seine Machtbefugnisse ausgeweitet hatte. Ägypten ist ein wichtiges Transitland im Ölhandel und wegen seiner geografischen Lage bedeutsam für die Stabilität in der ölreichen Golfregion.

 

    Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 108,08 Dollar. Das waren 14 Cent mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./hbr/he

 

Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX schließt mit Verlust -- Dow Jones im Minus -- Kommt Apples neues iPhone früher als erwartet? -- Ifo-Geschäftsklima sinkt erstmals seit sieben Monaten -- Deutsche Bank im Fokus

US-Anleihen: Überwiegend schwächer nach Verbraucherpreisen und Yellen-Aussagen. Kein Ende der Debatte über Kohleabgabe in Sicht. Wintershall soll Interesse an Öl- und Gasassets in Libyen haben. Erneuter Streik der Amazon-Mitarbeiter in Leipzig. Fed-Chefin Yellen hält sich bei Zinswende weiter bedeckt. Bayer-Chef will Staatsgelder für Antibiotika-Forschung. IPO: Niederlande bringen verstaatlichte Bank ABN Amro an die Börse. EnBW will Windenergiefirma Prokon für 550 Millionen Euro übernehmen.
Titans

Diese Städte stellen die attraktivsten Märkte in Europa dar.

Diese Firmen zahlen Amerikas höchste Gehälter

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die rasende Welt der Elektroautos

Die wundersame Welt von Google

Was verdient man bei Apple?

Die größten deutschen Kapitalvernichter

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

mehr Top Rankings

Umfrage

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger spricht sich für die Abschaffung des Bargelds aus. Was halten Sie von diesem Vorschlag?