19.12.2012 13:07
Bewerten
 (0)

Ölpreise steigen weiter - Sinkende Lagerbestände in den USA

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch weiter angezogen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Februar-Lieferung 109,62 US-Dollar. Das waren 78 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Januar-Lieferung stieg um 37 Cent auf 88,30 Dollar.

 

    Analysten begründeten die Entwicklung mit der Hoffnung auf eine Einigung im amerikanischen Haushaltsstreit. US-Regierung und Kongress bewegen sich offenbar sachte aufeinander zu. Von einer Lösung zur Umschiffung der "Fiskalklippe" kann aber noch keine Rede sein. Zudem dominieren in der Euro-Zone freundliche Signale. So ist der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex stärker als erwartet gestiegen, außerdem legte der Eurokurs weiter zu.

 

    Gestützt wurden die Ölpreise nach Einschätzung der Commerzbank auch von sinkenden Rohölbeständen in den USA. Am Dienstagabend hatte das private American Petroleum Institute (API) einen starken Rückgang der Lagervorräte gemeldet. Es war das kräftigste Minus seit mehr als drei Monaten. Am Mittwochnachmittag werden offizielle Regierungszahlen erwartet. Den Commerzbank-Analysten zufolge waren Marktteilnehmer bislang von einer Steigerung der Bestände ausgegangen. "Wir würden die aktuellen Rückgänge der Lagerbestände jedoch nicht überbewerten", schrieben sie in einer Studie.

 

    Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg ebenfalls weiter. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 106,38 US-Dollar. Das waren 31 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./hossku/jsl/rum

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- Staatsschulden: Ukraine verkauft massenweise Gold -- US-Börsen schließen im Plus -- Chinas Notenbank senkt überraschend Leitzinsen -- Alibaba im Fokus

GDL und Bahn verhandeln weiter. Megafusion in der britischen Versicherungsbranche. Angebot an Hawesko-Aktionäre jetzt offiziell. RBS besteht Stresstest trotz Rechenfehler. Burger King schaltet im Streit um Filialen Gericht ein. Porsche vermietet seine Sportwagen künftig auch. Deutsche-Bank-CFO empfiehlt Alternative zum Sparbuch.
Wenn Zukunft Gegenwart wird

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind Deutschlands Global Player

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der Gesetzentwurf zur Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen stößt in der Union auf wachsenden Widerstand. Wie stehen Sie zu diesem Thema?