19.10.2012 20:46
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Ölpreise zum Wochenausklang im Minus - Schwache Börsen belasten

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Schwache Börsen haben die Ölpreise am Freitag weiter nach unten gezogen. Auch enttäuschende Daten vom US-Häusermarkt dämpften die Risikofreude der Investoren am Nachmittag. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 110,70 US-Dollar und damit 1,72 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) zur November-Lieferung fiel um 1,91 Dollar auf 90,20 Dollar.

 

    An den US-Aktienmärkten wurden zum Wochenausklang deutliche Kursverluste verzeichnet, Geschäftszahlen amerikanischer Großkonzerne wie Microsoft und General Electric enttäuschten die Anleger. Im trüben Marktumfeld ging die Kauflaune auch an den Ölmärkten weiter zurück. Erschwerend hinzu kamen die jüngsten Daten vom US-Immobilienmarkt: Die Verkäufe bestehender Häuser gingen im September um 1,7 Prozent und damit stärker als erwartet zurück. Zusätzlich belastet wurden die Ölpreise vom starken Dollar. Die US-Devise legte gegenüber anderen Leitwährungen wie dem Euro spürbar zu. Da der weltweite Ölhandel weit überwiegend in Dollar abgewickelt wird, dämpfen Aufwertungen die Nachfrage.

 

    Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist zuletzt ebenfalls weiter gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 109,77 Dollar. Das waren 47 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./hbr/wiz

 

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