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23.08.2011 13:45

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Österreich: Sonderweg Finnlands gefährdet Griechenland-Paket

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   WIEN (Dow Jones)--Die bilateral vereinbarte Besicherung finnischer Hilfskredite an Griechenland gefährdet nach Aussage der österreichischen Finanzministerin Maria Fekter das gesamte Rettungspaket. Es gebe unter den Euro-Ländern keine Einigkeit über die finnisch-griechische Vereinbarung, stellte die Ministerin am Dienstag klar. "Es gibt keinen Konsens, wenn ein Land sich selbst Privilegien herausnimmt", sagte Fekter und fügte hinzu, dass sie selbst den Deal zwischen Helsinki und Athen nicht akzeptieren könne.

   Wenn jedes Land für die Bereitstellung von Hilfskrediten an Griechenland eine Besicherung verlange, würde das im Juli beschlossene Rettungsprogramm in sich zusammenfallen, warnte sie. Es sei nicht realistisch, dass Finnland einen Deal über eine Besicherung mit Griechenland schließe, während alle anderen Länder zahlen sollten, sagte die Österreicherin. Zuvor hatte Fekter vorgeschlagen, dass andere Länder ebenfalls entsprechende Vereinbarungen treffen dürften, deren Banken wenig in Griechenland-Anleihen engagiert seien.

   Das zweite Hilfsprogramm für Griechenland wird von den Euro-Ländern über die Europäische Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) gemeinsam finanziert. Finnland und Griechenland hatten vereinbart, dass die Hellenen rund 500 Mio EUR in einem Treuhandfonds als Bedingung für die finnische Beteiligung parken werden. Je mehr Bargeld Athen jedoch zur Seite legt, desto größer wird die Bürde für Griechenland - und für Länder wie Deutschland und Frankreich, die diese Vereinbarungen nicht in Anspruch nehmen wollen. Finnlands Sonderweg hat inzwischen Kritiker wie Österreich, die Niederlande, die Slowakei, Slowenien und Estland auf den Plan gerufen. Wenn Finnland sich seinen Beitrag absichern lassen kann, dann sollte das auch für andere gelten, argumentieren sie.

   Unterdessen verlautete am Dienstag aus der EU-Kommission, dass die EU-Länder in dieser Woche Gespräche zur Sondervereinbarung zwischen Griechenland und Finnland führen würden. "Die Diskussionen haben letzte Woche begonnen", erklärte ein Kommissionssprecher und fügte hinzu, dass die anderen Euro-Länder der Vereinbarung stattgeben müssten. Kein anderes Land habe bislang eine Besicherung seines Beitrags zum Rettungspaket für Griechenland verlangt, sagte der Sprecher.

-Von Nicole Lundeen und Riva Froymovich, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 300 konjunktur.de@dowjones.com DJG/DJN/mle/apo (END) Dow Jones Newswires

   August 23, 2011 07:15 ET (11:15 GMT)

   Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 15 AM EDT 08-23-11

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