Das vom Highstreet-Konsortium gehaltene Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) bekommt einen neuen Eigentümer. Ein Konsortium um die österreichische Immobilienholding Signa zahlt für das Gebäude und 16 weitere von Karstadt gemietete Häuser 1,1 Milliarden Euro, wie ein Sprecher der Highstreet Holding auf Anfrage sagte. Damit muss der Milliardär und Karstadt-Chef Nicolas Berggruen seine Mietverhandlungen künftig mit der Signa Holding des Immobilieninvestors René Benko führen.
Das Wall Street Journal Deutschland hatte bereits am Vorabend von der bevorstehenden Transaktion erfahren. Signa interessiert sich nicht zum ersten Mal für deutsche Warenhäuser. Bereits vor einem Jahr hatte das österreichische Immobilienunternehmen sein Interesse am Karstadt-Konkurrenten Kaufhof signalisiert. Die Muttergesellschaft METRO hatte den Verkauf dann aber abgeblasen.
Das KaDeWe empfängt laut seiner Webseite auf seinen 60.000 Quadratmetern täglich bis zu 180.000 Kunden aus aller Welt. Wikipedia bezeichnet es als das größte Warenhaus Kontinentaleuropas. Der 1907 eröffnete und zuletzt 2004 umgebaute Einkaufstempel erstreckt sich über sieben Etagen.
Am Highstreet-Konsortium, dessen einziger Geschäftszweck der Besitz und die Vermietung der Warenhäuser ist, hält der Goldman-Sachs-Fonds Whitehall 51 Prozent. Die Deutsche-Bank-Tochter Rreef, der italienische Finanzkonzern Generali sowie die ebenfalls aus Italien stammende Unternehmensgruppe Borletti und Prelios teilen sich den Rest.
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December 21, 2012 11:32 ET (16:32 GMT)
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