BERLIN (dpa-AFX) - Im Kampf um die Rettung des angeschlagenen Autoherstellers Opel gibt es laut Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz keine neuen Bieter. "Mir ist kein neues Angebot und kein neuer Investor bekannt", sagte Franz der "Bild"-Zeitung (Donnerstag). Gleichzeitig warf der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende General Motors (GM) <GM.NYS> <GMC.FSE> Zockerei vor, um die Bedingungen für den Verkauf der Opel-Anteile für sich zu verbessern. Das werde allmählich unerträglich für die Beschäftigten bei Opel Europa.
Die "Financial Times Deutschland" hatte Anfang der Woche über ein nachgebessertes Angebot des Finanzinvestors RHJ International (RHJI) berichtet. Analysten meldeten allerdings Zweifel an der Finanzkraft des Investors an, nachdem dieser am Mittwoch einen Milliardenverlust für das Geschäftsjahr 2008/2009 (bis Ende März) bekanntgegeben hatte. Zum Gebot für Opel wollte sich der RHJ-Chef Leonhard Fischer nicht äußern. Laut "FTD" (Donnerstag) interessiert sich der Finanzinvestor inzwischen auch für die Commerzbank-Tochter <CBK.ETR> Reuschel. Die Beteiligungsgesellschaft wolle künftig mehr in die Finanzbranche investieren./gr/wiz