28.02.2013 09:32
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Hohe Sonderlasten drücken Jahresgewinn bei Bayer

Operative Ziele erfüllt
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer blickt trotz eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr zuversichtlich in die Zukunft.
"Wir erwarten für 2013 und darüber hinaus eine Fortsetzung des Rekordkurses", sagte Konzernchef Marijn Dekkers am Donnerstag in Leverkusen laut Mitteilung. Im vergangenen Jahr sorgten hohe Sonderlasten für einen leichten Gewinnrückgang um ein Prozent auf 2,45 Milliarden Euro. Grund waren hohe Rückstellungen für Rechtsfälle im Zusammenhang mit der Verhütungspille Yasmin/Yaz sowie Umbaukosten. Die Sonderlasten verdoppelten sich 2012 mit gut 1,7 Milliarden Euro fast. Operativ blieb Bayer aber auf Kurs und erfüllte die eigenen Ziele sowie - bis auf den Gewinn - auch die Erwartungen der Analysten. Bayer-Aktien legten am Morgen um 2,95 Prozent zu und gehörten zu den größten Gewinnern im Dax.

Im Jubiläumsjahr 2013 will Bayer die Rekordfahrt fortsetzen. Vor 150 Jahren war Bayer als kleine Farbenfabrik in Wuppertal Barmen gegründet worden. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sonderposten dürfte 2013 im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. 2012 war der entsprechende Wert um 8,8 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro geklettert. Der Umsatz wuchs dank florierender Agrogeschäfte und einem starken Gesundheitsgeschäft genau so stark und legte auf den Rekordwert von knapp 40 Milliarden Euro zu. Treiber waren dabei die Wachstumsmärkte und auch positive Währungseinflüsse. 2013 soll der Umsatz bereinigt um weitere vier bis fünf Prozent auf rund 41 Milliarden Euro klettern. Für das bereinigte Ergebnis je Aktie erwartet Bayer ein Plus im oberen einstelligen Prozentbereich. 2014 geht der Konzern von einem weiteren Anstieg von Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen aus.

AGROGESCHÄFT TREIBER

Im vergangenen Jahr war das Agrogeschäft (CropScience) der entscheidende Treiber. Hohe Preise für Agrargüter sorgten weiter für Anreize zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und speziellem Saatgut. Doch auch das Gesundheitsgeschäft (HealthCare) und das klassische Kunststoffgeschäft (MaterialScience) legten bei Umsatz und bereinigtem Ergebnis zu. Die sogenannten Life-Science-Geschäfte entwickelten sich besonders dynamisch. Im Pharmageschäft profitierte Bayer auch von der Einführung neuer Produkte.

Im Pharmageschäft konzentriere sich Bayer auf die Einführung neuer Produkte. Auch kleinere und mittlere Zukäufe zur Ergänzung des Geschäfts bleiben auf der Agenda. Den fünf neuen Pharma-Produkten - etwa dem Krebsmittel Nexavar und dem Gerinnungshemmer Xarelto - traut der Konzern insgesamt Spitzenumsätze von mehr als 5,5 Milliarden Euro zu. 2015 sollen mit den fünf neuen Pharma-Produkten mehr als 2,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt werden. Auch das Bayer-Agrogeschäft dürfte schneller als der Markt wachsen. Auch hier sei der Nachschub an neuen Produkten gesichert. Dekkers bezifferte hier das Spitzenumsatzpotenzial für Produkte, deren Vermarktung in den Jahren 2011 bis 2016 beginnt, unverändert auf über vier Milliarden Euro. Vor diesem Hintergrund sei er auch für die weitere Entwicklung optimistisch, erklärte er.

EFFIZIENZMASSNAHMEN BEI KUNSTSTOFFEN

Nicht ganz so rund läuft es unterdessen im Kunststoffgeschäft. Hier erwarte Bayer zwar einen höheren Absatz. Der Entwicklung der eigenen Produkte hin zu gebräuchlicheren Kunststoffen will der Konzern aber mit Kostensenkungen begegnen. Bis 2015 solle die Marge um 1,5 Prozentpunkte gesteigert werden, was gemessen am bereinigten EBITDA etwa Einsparungen von 150 bis 200 Millionen Euro entspricht. Bereits im vergangen Jahr konnte der Konzern die Preise im Raum Asien/Pazifik im Gegensatz zum Rest der Welt nicht erhöhen. Die derzeit hohen Kapazitäten auf dem Weltmarkt dürften in den kommenden Jahren aber von der weltweit steigenden Nachfrage absorbiert werden, erwartet Bayer.

LEVERKUSEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Bayer AG
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