08.12.2012 17:37
Bewerten
 (2)

Optimismus in Athen nach Ende des Schuldenrückkaufs - Medien: Genügend Gebote

    ATHEN (dpa-AFX) - Griechenlands Schuldenrückkauf ist allen Anzeichen nach gut verlaufen. Wie griechische Medien unter Berufung auf Kreise des Finanzministeriums am Samstag berichteten, sollen in der Rückkaufaktion Angebote über insgesamt knapp 30 Milliarden Euro abgegeben worden sein.

 

    Wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Finanzministerium in Athen erfuhr, ist mit einem ersten Ergebnis aus offiziellen Quellen am Samstagnachmittag zu rechnen. Wie es weiter hieß, sollen am Sonntag in einer Videokonferenz die Mitglieder der Eurogruppe (Working Group der Eurogruppe) über den Verlauf des Rückkaufs informiert werden. Die Frist für den Schuldenrückkauf war am Freitagabend abgelaufen.

 

    Athen will mit zehn Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsfonds EFSF etwa 30 Milliarden Euro an alten Schulden vom Markt nehmen. Das würde den Schuldenberg des Landes deutlich um rund 20 Milliarden Euro verkleinern. Zuletzt hielten Privatanleger griechische Staatsanleihen im Volumen von etwa 62 Milliarden Euro. Etwas mehr als die Hälfte davon befindet sich in den Händen von Banken und Anlegern im Ausland.

 

    Vom erfolgreichen Abschluss hängen weitere Hilfen für Griechenland ab, die eine Pleite des Eurolandes abwenden sollen. Experten gingen davon aus, dass die griechischen Geldinstitute, die etwas mehr als 15 Milliarden Euro Staatsanleihen halten, notfalls das gesamte Volumen ihrer Papiere zum Rückkauf anbieten werden. Dies hänge vom Gesamtbetrag ab, der sich nach dem Zusammenrechnen aller Angebote aus dem Ausland ergibt. Sollte dieser die 15 Milliarden Euro übertreffen, hätte Athen den Erfolg des Rückkaufs sicher in der Tasche.

 

    Athen hatte den Haltern verschiedener Staatspapiere mit langen Laufzeiten Angebote von 30,2 bis 40,1 Prozent des ursprünglichen Werts gemacht. Wegen der dramatischen Schuldenkrise Griechenlands waren die Staatsanleihen rasant im Wert gefallen. Nehmen die Gläubiger das Angebot an, sind sie die problematischen Papiere los./tts/DP/zb

 

Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX schließt mit neuem Allzeithoch -- US-Börsen leicht schwächer -- Apple & Co. von China boykottiert -- BASF mit Gewinnsprung -- Salzgitter, Airbus im Fokus

VW erhöht die Dividende. Tsipras besteht auf Schuldenschnitt. Porsche SE verdient deutlich mehr. Infineon begibt Anleihen. Putin kürzt Kremlbeamten Gehälter um zehn Prozent. Fiat Chrysler ruft hunderttausende Geländewagen zurück. RWE will Dea-Verkauf am Montag abschließen.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Diese Unternehmen haben ihre Gründer reich gemacht

Die wundersame Welt von Google

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wissenswertes rund um die Investorenlegende

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

mehr Top Rankings

Umfrage

Viele Bundesbürger bezweifeln, dass ihre staatliche Rente im Alter zum Leben reichen wird. Wie stehen Sie zum Thema Rente?