LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Stahlkonzern ArcelorMittal und der US-Rohstoffkonzern Peabody können die Übernahme des australischen Kohleförderers Macarthur aus Sicht der Wettbewerbshüter uneingeschränkt unter Dach und Fach bringen. Als letzte Regulierungsbehörde habe das Ministry of Commerce of the People's Republic of China (MOFCOM) grünes Licht für die Transaktion gegeben, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit.
Durch die Genehmigung der Chinesen könne das Unternehmen die Übernahme nun in angemessener Zeit über die Bühne bringen, sagte Peabody-Chef Gregory Boyce laut Mitteilung. ArcelorMittal-Finanzchef Aditya Mittal forderte unterdessen die Aktionäre auf, ihre Aktien zügig anzudienen.
Mcarthur hatte Ende August dem Angebot von Peabody und ArcelorMittal zugestimmt, nachdem die Konzerne dieses auf 4,8 Milliarden Australische Dollar (3,6 Mrd Euro) angehoben hatten. Je Aktie bieten sie 16 Dollar. Das Angebot läuft bis zum 28. Oktober. Die beiden Käufer halten zur Zeit knapp 23 Prozent, streben aber mindestens die Mehrheit an.
Macarthur ist Weltmarktführer für bestimmte Sorten pulverisierter Kohle, die bei der Stahlherstellung normalerweise verwendet werden. ArcelorMittal baut bereits seit einiger Zeit die eigene Rohstoffförderung kräftig aus, um sich unabhängiger von den explodierenden Rohstoffpreisen zu machen. Peabody wiederum expandiert derzeit kräftig außerhalb der USA und will sein Engagement in Australien verdoppeln./she/stw/he