MÜNCHEN/NEUMARKT (dpa-AFX) - Der hoch verschuldete Holzverarbeiter
Pfleiderer hat das dritte Quartal mit einem Gewinn von 1,6 Millionen Euro abgeschlossen. "Das zeigt einen Trend," sagte Lothar Sindel, Leiter Investor Relations, am Mittwoch am Firmensitz in Neumarkt in der Oberpfalz. Für das Gesamtjahr rechnet die Unternehmensführung allerdings mit einem Verlust. Grund dafür seien vor allem hohe Restrukturierungskosten sowie die Tatsache, dass der beabsichtigte Schuldenschnitt noch nicht durchgesetzt werden konnte. Gläubiger und Aktionäre haben vor Gerichten gegen ihre faktische Enteignung geklagt.
Zwischen Juli und September lag der Umsatz laut Pfleiderer bei 297,5 Millionen Euro. Das waren fünf Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2010, obwohl in der Zwischenzeit drei Werke in Deutschland geschlossen wurden. Wachstumstreiber sei insbesondere Osteuropa mit einem Umsatzplus von rund 20 Prozent gewesen. Dort und auch in Westeuropa hätten sich deutliche Preissteigerungen durchsetzen lassen, die die steigenden Rohstoffkosten kompensierten.
In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz nach Konzernangaben um 7,8 Prozent auf 892,8 Millionen Euro. Unter dem Strich machte Pfleiderer laut Sindel in dem Zeitraum ein Minus von 48 Millionen Euro. In der Rechnung nicht berücksichtigt ist das Nordamerika-Geschäft, das verkauft werden soll. Inklusive Nordamerika hätte das Minus 119 Millionen Euro betragen./fin/DP/dct