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07.11.2011 11:47

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PLATOW-KOLUMNE

Die Kurs-Buchwert-Verhältnisse sprechen für steigende Aktienkurse


Griechenland ist überall.

Der Krisengipfel mit dem von vielen vorschnell als Durchbruch gefeierten Schuldenschnitt, die verblüffende Ankündigung des griechischen Ministerpräsidenten, just darüber das Volk abstimmen zu lassen und die letztlich erfolgreichen Bemühungen der europäischen Granden, den abtrünnigen Obergriechen wieder auf Kurs zu bringen, dominierten nicht nur die Schlagzeilen.

Auch die Aktienkurse schwankten fast nur mit dem Newsflow aus Griechenland. Als ob es keine anderen Themen gäbe! Immerhin senkte die EZB am Donnerstag die Leitzinsen und die Berichtssaison läuft auf Hochtouren. Eigentlich genug Stoff für Börsianer, um harte Fakten sprechen zu lassen.

Und die sehen in der Summe gar nicht schlecht aus. Richtig ist zwar, dass die Unternehmensgewinne jetzt langsamer wachsen. Aber böse Gewinnwarnungen sind noch immer die Ausnahme. Selbst wenn Sie in diesen unruhigen Zeiten auf prognoseabhängige Kennzahlen nichts geben – substanzorientierte Relationen vermitteln ebenfalls ein positives Bild!

So ergab unsere Analyse, dass Sie derzeit ein gutes Drittel der 600 wichtigsten deutschen Aktiengesellschaften unter Buchwert kaufen können. Das bedeutet, dass ein Aufkäufer rein rechnerisch bei jedem dritten börsennotierten Unternehmen alle Vermögensgegenstände verkaufen, vom Erlös die Verbindlichkeiten tilgen und trotzdem noch einen Gewinn behalten könnte. Weitere 38% der untersuchten Aktien kommen auf ein moderates Kurs-Buchwert-Verhältnis zwischen 1,1 und 2,0. Nur 28% aller Titel halten wir wegen eines Werts von über 2,0 oder kleiner 0 unter KBV-Aspekten für nicht günstig.

Fazit:
Es mag ja sein, dass das Dauertheater um den Griechenland-Bankrott gegen steigende Aktienkurse spricht. Die Kurs-Buchwert-Verhältnisse deutscher Aktien sprechen aber eher dafür.

Christoph Frank leitet die Redaktion der „PLATOW Börse“ und die Beratung des von der Deutschen Bank aufgelegten DB Platinum III Platow Fonds. Die „PLATOW Börse“ erscheint 2-mal pro Woche. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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