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23.02.2013 18:53

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Politiker fordern Begrenzung von Managergehältern

Commerzbank zu myNews hinzufügen Was ist das?


    BERLIN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Politiker aus Regierung und Opposition fordern vor der Bundestagswahl eine Begrenzung der Gehälter von Top-Managern. "Es kann nicht sein, dass Gehälter und Boni einiger Spitzenverdiener in keinem Verhältnis mehr zum Rest der Belegschaft stehen", sagte Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) der "Wirtschaftswoche". "Man muss gegebenenfalls eine gesetzliche Regelung finden, die die Boni-Zahlungen unterhalb der Dividendenausschüttung beschränkt."

    Die Opposition verlangt neue Maßnahmen. "Die Toleranz gegenüber astronomischen Managergehältern ist extrem gesunken", sagte SPD-Fraktionsvize Joachim Poß dem Magazin. "Wir brauchen eine gesetzliche Eindämmung für die gesamte Wirtschaft, nicht nur für die Finanzindustrie."

    Der Vorsitzende der Regierungskommission zur Unternehmensführung ("Corporate Governance"), Commerzbank-Aufsichtsratschef (Commerzbank) Klaus-Peter Müller, sieht in den derzeitigen Gehältern sogar Gefahren für die Unternehmen. "Wir müssen aufpassen, dass wir die Akzeptanz der Wirtschaft nicht weiter schwächen", sagte Müller dem "Tagesspiegel" (Samstag). Eine Deckelung sei geboten, gleichzeitig müsse es aber das Recht der Eigentümer eines Unternehmens und deren Vertreter bleiben, über die Vergütung des Vorstands zu bestimmen.

    Der Vorstand von Volkswagen (Volkswagen vz) bekommt nach heftiger Kritik an der Höhe des Gehalts von Konzernchef Martin Winterkorn deutlich weniger Geld für das vergangene Jahr. Der VW-Aufsichtsrat beschloss am Freitag in Wolfsburg eine Neuregelung der umstrittenen Bonuszahlungen. Diese senkt auch die Vergütung Winterkorns. Er bekommt nach rund 17,5 Millionen Euro für das Jahr 2011 nun 14,5 Millionen Euro, wie der Autobauer nach einer Sitzung des Gremiums mitteilte. Die Aufseher passten dabei die Richtlinien für erfolgsabhängige Komponenten in den Vorstandsbezügen an.

    Die Vorstände der rund 1400 größten deutschen Unternehmen konnten sich zuletzt laut einer Studie über einen Gehaltssprung von 6,8 Prozent freuen. Dieses Plus erzielten die Manager im Geschäftsjahr 2011, ergabe eine Untersuchung von Kienbaum Management Consultants, die der "Wirtschaftswoche" vorliegt. Knapp zwei Drittel der Firmen zahlten demnach höhere Gehälter, 38 Prozent kürzten die Saläre ihrer Führungsriege./yyzz/DP/zb

Kommentare zu diesem Artikel

elmarb63 schrieb:
25.02.2013 10:37:42

Vielleicht wird es Zeit, die unsägliche Arbeitnehmermitbestimmung zu streichen. Wenn die Besitzer eines Unternehmens, die Aktionäre, meinen, sie müßten Gehälter von mehreren Millionen an vollkakoversicherte Angestellte zahlen, ist das O.K. Aber die Gewerkschafter sollten raus

Hamtaro schrieb:
24.02.2013 11:36:46

Wenn der Rest der Belegschaft gut bzw. angemssen verdient, ist es vollkommen egal wieviel die Oberen verdienen. Da müssen sich die Herren selbst an die Nase fassen ohne Politik.

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