Die Anschuldigungen seien unbegründet und haltlos. Die Anwälte sollen eine Aufhebung der von einem Gericht in Jaipur ausgestellten Haftbefehle erwirken, wie die
Porsche AG mitteilte.
Das Gericht hatte auf Anschuldigungen des ehemaligen indischen Vertriebspartners von Porsche reagiert. Der bezichtigt die VW-Tochter des Betrugs, der Bedrohung und illegaler Verabredungen.
Der Sachverhalt beruhe auf einer rein zivilrechtlichen Auseinandersetzung, die der ehemalige Importeur der Porsche AG gegen die ordentliche Kündigung seines Importeursvertrags im Jahr 2011 angestrengt hatte, so Porsche.
Die Zivilgerichte in Indien hätten bisher ausnahmslos zugunsten von Porsche entschieden. Mit der Erwirkung der Haftbefehle, auch für Vorstandschef Matthias Müller, versuche der ehemalige Importeur nun einen neuen Rechtsweg gegen Porsche zu bestreiten. Porsches Anwälte in Indien beurteilten die Haftbefehle als vergleichbar mit gerichtlichen Vorladungen. Den Managern solle damit Gelegenheit gegeben werden, sich vor Gericht zu den Vorwürfen zu äußern.
Das Gericht im Jaipur hatte die Haftbefehle bereits im November auf Antrag des früheren indischen Porsche-Partners Ashish Chordia ausgestellt. Die Chordia gehörende Shreyans Group in Neu Delhi hatte zusammen mit ihrem Partner Precision Cars die schwäbischen Sportwagen zwischen 2003 und Mitte vergangenen Jahres nach Indien importiert und verkauft, wie Chordia sagte.
Chordia hatte die Klage bereits im Juni eingereicht, rund einen Monat nachdem Porsche ihm gekündigt hatte. Seitdem läuft der Verkauf der Sportwagen über den offiziellen Vertrieb der Porsche-Konzernmutter Volkswagen in Indien.
In einem Telefoninterview sagte Chordia, das Management von Porsche habe ihn nie über die Pläne informiert, den Vertriebspartner wechseln zu wollen. Sein Unternehmen und Precision Cars hätten bis zum vergangenen Jahr insgesamt acht Porsche-Verkaufsniederlassungen in Indien betrieben.
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