30.04.2013 19:56

Senden

Portugal kündigt neue Milliardenkürzungen an


    LISSABON (dpa-AFX) - Das Euro-Krisenland Portugal hat für den Zeitraum zwischen 2014 und 2016 neue Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung in Höhe von insgesamt 4,7 Milliarden Euro angekündigt. Damit wolle man garantieren, dass die mit den Geldgebern vereinbarten Sanierungsziele erfüllt würden, sagte Finanzminister Vítor Gaspar am Dienstag in Lissabon. Da neue Steuererhöhungen ausgeschlossen schienen, müsse man die Ausgaben kürzen. Der Staat könne nur diejenigen Dienste leisten, für die der Bürger zu zahlen bereit sei, fügte Gaspar an.

    Wie der Minister vor der Kommission für Haushalt und Finanzen des Parlaments erklärte, werden sich die neu beschlossenen Kürzungen in den nächsten Jahren auf 2,8 Milliarden (2014/1,7 Prozent der Wirtschaftsleistung), 700 Millionen (2015/0,4 Prozent) sowie 1,2 Milliarden Euro (2016/0,7 Prozent) belaufen.

    Nach einem Veto des portugiesischen Verfassungsgerichts gegen mehrere Sparbeschlüsse des Etats 2013 hatte Lissabon jüngst neue Ausgabenkürzungen von rund 1,3 Milliarden für das laufende Jahr beschlossen. Die geplanten Maßnahmen will man im Detail erst in der zweiten Maihälfte bekanntgeben. Mit den Kürzungen will die Mitte-Rechts-Regierung von Pedro Passos Coelho die Freigabe der neuen Tranche aus dem 78-Millionen-Euro-Hilfspaket sichern, die die EU, die Europäische Zentralbank und der Internationalen Währungsfonds Portugal 2011 zur Abwendung eines drohenden Bankrotts gewährt hatten./er/DP/hbr

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen