Stadler: Bei Übernahme durch Deutsche Bank Marken getrennt lassen
München. Kurz vor dem Antritt des neuen Postbank-Chefs Stefan Jütte am 1. Juli hat die Arbeitnehmerseite im Postbank-Aufsichtsrat vor Stellenabbau bei der Postbank im Fall einer Übernahme durch die Deutsche Bank gewarnt. Eric Stadler, Münchner Betriebsratschef und Mitglied im Kontrollgremium, fordert außerdem den Postbank-Großaktionär auf, die beiden Marken Postbank und Deutsche Bank getrennt zu lassen. "Eine Zusammenlegung der größten deutschen Retailmarke Postbank und der stärksten Premiummarke Deutsche Bank ergibt betriebswirtschaftlich keinen Sinn", sagte Stadler der Wirtschafszeitung Euro am Sonntag laut Vorabbericht (E-Tag 27.6.2009). Im neuen Vorstandschef Stefan Jütte sieht Stadler "einen Garanten für Kontinuität, insbesondere was die mögliche Mehrheitsübernahme durch die Deutsche Bank angeht". Die Postbank habe ein Geschäftsmodell, das auch in der bisherigen Konstellation mit der Deutschen Post weiter gut funktioniert hätte, betonte Stadler. "Wenn es aber aus politischen Gründen eine andere Lösung mit der Deutschen Bank geben soll, stehen wir dem selbstbewusst gegenüber." Stadler rechnet damit, dass es "bei einer Mehrheitsübernahme durch die Deutsche Bank zu Stellenabbau insbesondere in Zentral und Querschnittsabteilungen kommen wird".