FRANKFURT (Dow Jones)--Der Streik bei der Postbank ist zu Ende. "In den Morgenstunden des 9. Dezember nach langen und intensiven Verhandlungen haben die Tarifparteien Einigkeit erzielt", teilte die Postbank am Freitag mit. Somit konnte nach vier Streiktagen in der sechsten Verhandlungsrunde zwischen der Bank und der Gewerkschaft ver.di ein Ergebnis für die Beschäftigten der Postbank AG und ihrer Tochtergesellschaften erzielt werden.
"Wir haben einen für beide Seiten tragfähigen Kompromiss erarbeitet. Für die Postbank ist damit die Basis geschaffen, ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern und Arbeitsplätze langfristig in Deutschland zu sichern", sagt Ralf Stemmer, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Postbank AG. Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch ist überzeugt: "Dieses Ergebnis konnte nur mit den Beschäftigten, die mit ihren eindrucksvollen Streiks Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt haben, erzielt werden."
In einem Überleitungstarifvertrag wurden die Arbeits- und Einkommensbedingungen für Beschäftigte geregelt, die im Rahmen der Integration in den Konzern der Deutschen Bank in neue Gesellschaften ausgegliedert werden sollen. Im Einzelnen wurde eine weitgehende Absicherung der Einkommen der heutigen Belegschaft beschlossen. Zugeständnisse musste ver.di gegenüber der Postbank bei den Pausenregelungen machen. Die Pausen wurden gekürzt, wodurch sich die effektive Arbeitszeit der Postbank-Mitarbeiter erhöht. Bei der Arbeitszeit wurde eine individuelle Flexibilisierung zwischen 36 und 42 Wochenstunden unter Beibehaltung einer durchschnittlichen 39-Stunden-Woche beschlossen.
Gestreikt hatten rund 3.500 Beschäftigte.
Die Deutsche Bank hält 51,98% der Aktien der Postbank. Weiterer Großaktionär ist die Deutsche Post mit 39,50%.
DJG/aed/mgo
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Dow Jones Newswires
December 09, 2011 07:33 ET (12:33 GMT)
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