aktualisiert: 15.12.2012 22:26
Bewerten
(4)

Gut zu wissen: Wie Rabatte für Neuwagen entstehen

Prämien und Stichtage: Gut zu wissen: Wie Rabatte für Neuwagen entstehen | Nachricht | finanzen.net
Prämien und Stichtage
DRUCKEN
Bei Rabatten für Neuwagen hat jeder Hersteller seine eigene Strategie. Einige verlangen hohe Listenpreise, um dann satte Nachlässe zu geben, andere starten mit Tiefpreisen, lassen aber kaum mit sich handeln.
Doch Unterschiede gibt es auch bei identischen Fabrikaten: Wieso können Preise für ein und dasselbe Modell mit gleicher Ausstattung meilenweit auseinander liegen? Ein Grund: Schon die Händler zahlen beim Hersteller für das gleiche Auto verschiedene Preise. Offizielle Details zu den Prämiensystemen von Volkswagen, Daimler, BMW und Co. gibt es zwar nicht - sie werden gehütet wie ein Staatsgeheimnis. Die Nachrichtenagentur dpa erklärt aber, wovon die Nachlässe abhängen und wie die Unterschiede für Kunden entstehen.

 

    - Für alle Händler gibt es einen BASISRABATT, der meist um zehn Prozent liegt. Damit kann der Händler fest kalkulieren, um laufende Kosten zu decken. Die Gewinne der Autohäuser sind dabei überschaubar: Behält ein Unternehmer unter dem Strich zwei Prozent seines Umsatzes in der Tasche, gehört er schon zu den profitabelsten. Oft liegt die Rendite eher bei einem Prozent.

 

    - Zu dem Basisrabatt kommen MODELLPRÄMIEN, die an den jeweiligen Typ gekoppelt sind. Je älter der ist und je näher der Start eines Nachfolgers rückt, desto höher sind die Nachlässe. Aber auch die Lage in den Werken spielt eine Rolle: Türmen sich bestimmte Modelle dort schon auf den Höfen, werden die mit besonderen Rabatten an die Händler weitergegeben - so wie in der aktuellen Krise mit den hohen Überkapazitäten einiger Hersteller. Auf diesem Weg versuchen sie, die Nachfrage frühzeitig zu steuern, ohne ihre Produktion zu stoppen.

 

    - Bei IMPORTEUREN kommt noch ein Faktor dazu: Um unabhängiger von Wechselkursen und Transportkosten zu sein, schieben sie eher Autos an, die sie vor Ort - also in der EU - bauen. So gibt ein bekannter asiatischer Hersteller auf importierte Mittelklassewagen derzeit nur einige hundert Euro Modellrabatt. Dagegen gibt es auf Autos, die aus einem EU-Werk gerollt sind, zum Teil mehr als sechsmal so viel.

 

    - Zu den großen Preisunterschieden zwischen einzelnen Autohäusern führen LEISTUNGSBEZOGENE PRÄMIEN. Die bekommt der Händler, wenn er in einem bestimmten Zeitraum eine vereinbarte Zahl an Verkäufen erreicht oder übertrifft. Mit guten Geschäften kann er so bei einem Mittelklassehersteller mehrere Hundert Euro Rabatt auf neue Wagen zusammenbekommen. Im Oberklassebereich kann es deutlich mehr sein, denn die Boni orientieren sich üblicherweise am Wert der Autos. Die Prämie kann der Händler als zusätzlichen Rabatt an den Kunden weitergeben - oder sich selbst als Gewinn in die Tasche stecken.

 

    - Weil diese Vorgaben in bestimmten ZEITFENSTERN erfüllt sein müssen, kann es kurz vor dem Stichtag bunt werden: Dann gibt ein Händler seinem Kunden unter Umständen Rabatte weit jenseits seiner Schmerzgrenze, wenn ihm nur ein verkauftes Auto - womöglich eine ganz bestimmte Modellausführung - für die nächste Prämienstufe fehlt.

 

    - Oben drauf gibt es eine ganze Reihe von SONDERPRÄMIEN: Ein Extra-Rabatt ist drin, wenn der Kunde vorher eine andere Marke gefahren ist und wechselt. Diese Eroberungsprämie gilt oft aber nur beim Kauf bestimmter Modelle. Manche Baureihen bekommen zum Jahresende außerdem einen zusätzlichen Nachlass, wenn der Hersteller bestimmte Absatzzahlen erreichen will. In beiden Fällen sind mehrere hundert Euro bei Mittelklasseautos durchaus üblich.

 

    - Um die ZULASSUNGSSTATISTIKEN in die Höhe zu treiben, stellen Hersteller ihren Händlern auch schon mal neue Modelle vor dem offiziellen Verkaufsstart auf den Hof - unter der Bedingung, dass die Wagen bis zu einem bestimmten Stichtag zugelassen sind. Dazu müssen die Autos oft nicht mal verkauft werden. Es genügt, wenn sie als Eigenzulassung auf den Händler angemeldet werden, Hauptsache sie zählen für die Statistik. Weil solche Eigenzulassungen beim Verkauf selbst dann als Gebrauchtwagen zählen, wenn sie keinen Kilometer gefahren sind, hat der Händler hier zusätzlichen Rabattspielraum. 2012 dürften mehr als 800.000 solcher jungen Gebrachten, die beim Verkauf kürzer als ein Jahr angemeldet waren, den Besitzer wechseln.

 

    - All diese flexiblen Nachlässe und Prämien legen die Hersteller üblicherweise zum BEGINN EINES QUARTALS fest. Ändert sich die Marktlage, können die Bedingungen aber auch kurzfristig angepasst werden. Für die Händler bedeutet das: Sie können einem Kunden am Ende eines Vierteljahres häufig nicht mal eine Preisgarantie für die nächsten Wochen geben - denn bis dahin können die Prämien und Konditionen der Hersteller schon wieder ganz anders aussehen.

 

    --- Von Max-Morten Borgmann, (dpa-AFX)

Bildquellen: BMW AG
Anzeige

Nachrichten zu Volkswagen (VW) AG Vz.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen (VW) AG Vz.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
14.12.2017Volkswagen (VW) vz buyHSBC
12.12.2017Volkswagen (VW) vz kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12.12.2017Volkswagen (VW) vz overweightBarclays Capital
08.12.2017Volkswagen (VW) vz Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
07.12.2017Volkswagen (VW) vz buyKepler Cheuvreux
14.12.2017Volkswagen (VW) vz buyHSBC
12.12.2017Volkswagen (VW) vz kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12.12.2017Volkswagen (VW) vz overweightBarclays Capital
08.12.2017Volkswagen (VW) vz Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
07.12.2017Volkswagen (VW) vz buyKepler Cheuvreux
04.12.2017Volkswagen (VW) vz Equal-WeightMorgan Stanley
22.11.2017Volkswagen (VW) vz HoldJefferies & Company Inc.
21.11.2017Volkswagen (VW) vz neutralIndependent Research GmbH
21.11.2017Volkswagen (VW) vz Equal-WeightMorgan Stanley
31.10.2017Volkswagen (VW) vz HoldDeutsche Bank AG
13.11.2017Volkswagen (VW) vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
09.11.2017Volkswagen (VW) vz VerkaufenDZ BANK
22.08.2017Volkswagen (VW) vz VerkaufenDZ BANK
04.07.2017Volkswagen (VW) vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
13.06.2017Volkswagen (VW) vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen (VW) AG Vz. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Melden Sie sich jetzt an!

Gold, Öl und Industriemetalle erleben ein Comeback: Kupfer legte beispielsweise seit Jahresbeginn über 20 Prozent zu. Welche Einstiegschancen sich nun ergeben, erfahren Sie im Online-Seminar am 19. Dezember.
Hier zum Rohstoff-Webinar anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Charttechnischer Ausblick auf die Finanzmärkte 2018

Nicht verpassen: Am 4. Januar Live-Webinar mit einer Analyse der langfristigen Chartbildern von Zinsen, EUR/USD, Rohstoffen und Aktien. Exklusiv für den Börse Stuttgart Anlegerclub.
Kostenfrei registrieren und dabei sein!

Heute im Fokus

DAX geht grün ins Wochenende -- Wall Street schließt im Plus -- Bitcoin: Neues Rekordhoch -- H&M-Aktie stürzt ab -- Airbus-Konzernchef Enders geht 2019 -- Oracle, HelloFresh, Merck KGaA, VW im Fokus

Luxemburg klagt gegen EU-Steuernachforderung an Amazon. EU strebt schnelle Fortschritte bei Bankenunion und ESM an. Tui verstärkt sich im Kreuzfahrtgeschäft. Ryanair wirft bei Fluggesellschaft Niki Hut in den Ring. Ripple marschiert auf Platz drei der größten Kryptowährungen. Steinhoff bekommt Hilfe von Tochter Steinhoff Africa Retail. Gemalto offenbar doch bereit zu Übernahmegesprächen mit Atos. CropEnergies verdient im dritten Quartal weniger.

Top-Rankings

KW 49: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 49: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Weihnachtsgeld 2017
Wer bekommt wo wieviel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat George Soros im Depot
Welche ist die größte Aktienposition?
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Neuer Platz Eins
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Renteneintrittsalter
Hier arbeiten die Menschen am längsten
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Kommt die Jahresendrally des DAX noch?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Altersvorsorge
08:00 Uhr
50 Euro Plus im Monat
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Steinhoff International N.V.A14XB9
EVOTEC AG566480
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
AIXTRON SEA0WMPJ
RWE AG St.703712
BP plc (British Petrol)850517
Daimler AG710000
Sabina Gold & Silver Corp.A0YC9U
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
Apple Inc.865985
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Deutsche Telekom AG555750
Amazon906866