Einer Meldung von Celgene International Sàrl (NASDAQ: CELG) zufolge
zeigen beim 14. Kongress der European Society of Hematology vorgestellte
Daten aus mehreren Studien, dass Patienten mit multiplem Myelom stark
und anhaltend auf REVLIMID ansprechen. Die Hauptpräsentationen zu diesem
Thema belegen den Vorteil einer aktiven Langzeitkontrolle der Krankheit
mit akzeptablem Sicherheitsprofil, was zu bislang unerreichten
Überlebenszeiten führt.
"Insgesamt zeigen die bei diesem Kongress vorgestellten Studien, dass
die Patienten bei frühzeitiger Anwendung von REVLIMID im Verlauf der
Krankheit rasch und nachhaltig auf die Behandlung ansprechen und sich
Überlebensvorteile ergeben, wie wir sie bisher bei dieser Art von
Patienten nicht beobachten konnten", erklärt Jean-Pierre Bizzari, Senior
Vice President und Group Head of Global Oncology/Hematology bei Celgene.
"Es war wichtig für uns festzustellen, dass wird dank des doppelten
Wirkmechanismus von REVLIMID, d. h. einem direkten Abtötungseffekt auf
Myelomzellen und einer besonderen immunstärkenden Wirkung, die Krankheit
langfristig in Schach halten und behandeln können."
Ansprechgeschwindigkeit bei Anwendung von Lenalidomid und
Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem
Myelom: Erste Ergebnisse aus dem Compassionate-Use-Programm MM-019 in
Deutschland
In einer offenen, nicht vergleichenden Studie der Prüfphase IIIb wurde
untersucht, wie lange es dauert, bis eine Therapie mit REVLIMID und
Dexamethason bei Patienten mit multiplem Myelom anschlägt. Die Patienten
waren mit mindestens einer Therapie vorbehandelt. Die Prüfbehandlung
erfolgte in 28-tägigen Zyklen, die bis zum Fortschreiten der Krankheit,
bis zum Auftreten toxischer Gegenreaktionen oder bis zum Abbruch der
Studie durch den Arzt oder Patienten wiederholt wurden.
Die früheren Therapien der Patienten, darunter Transplantationen und die
Gabe von Bortezomib und Thalidomid, hatten keinen Einfluss auf die
Ansprechrate. Fünfzehn Patienten (12 %) waren zuvor mit allen drei
Therapiearten behandelt worden, 43 Patienten (35 %) mit zwei und 42
Patienten (34 %) mit einer dieser Therapiearten.
Die Daten zum besten Ansprechen wurden bei 113 Patienten ermittelt und
anhand der Spiegel an M-Protein und freien leichten Ketten gemessen.
Unter dieser 113 Patienten erzielten 4 ein vollständiges und 80 ein
partielles Ansprechen, bei 28 Patienten stabilisierte sich die
Krankheit, und bei einem Patienten schritt die Krankheit fort.
Bei 122 Patienten wurde untersucht, wie lange es dauerte, bis sich eine
50%ige Verringerung der Spiegel an M-Protein und freien leichten Ketten
ergab. Bei Patienten, bei denen die Behandlung anschlug, dauerte es im
Durchschnitt 28 Tage, wobei 39 Prozent der Patienten bereits innerhalb
von zwei Wochen ein Ansprechen zeigten.
"Diese Daten zeigen, dass fast drei Viertel der Patienten mindestens
teilweise auf die Behandlung ansprachen, und zwar auch dann, wenn sie
bereits umfangreiche Vorbehandlungen hinter sich haben", so Dr. Katja
Weisel von der Universitätsklinik in Tübingen. "Die Behandlung schlug
schnell an, d. h. bei der Hälfte der Patienten bereits im ersten
Behandlungszyklus."
Längere Behandlungsdauer und Aufrechterhaltung des besten Ansprechens
bei Lenalidomid plus Dexamethason verlängert das Gesamtüberleben bei
Patienten mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom
Einer Teilgruppenanalyse aktualisierter kombinierter Daten aus den
internationalen Phase-III-Studien MM-009/MM-010 zufolge ergibt sich bei
anhaltender Behandlung mit REVLIMID® plus Dexamethason nach
Erreichen der besten klinischen Ansprechens bei Patienten mit
rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom ein Überlebensvorteil.
Die geschätzte Überlebensdauer bei Patienten mit mindestens partiellem
Ansprechen wurde zwischen kontinuierlich behandelten Patienten (die
entweder noch behandelt wurden oder die Behandlung wegen
Krankheitsprogression abbrachen) und Patienten, die die Behandlung
frühzeitig wegen Nebenwirkungen, Widerrufs ihres Einverständnisses oder
aus anderen Gründen abgebrochen hatten, verglichen. Der mittlere
Zeitraum der Nachbeobachtung überlebender Patienten war 48 Monate.
Die geschätzte mittlere Überlebensdauer bei Patienten, die die
Behandlung abgebrochen hatten, nachdem sie mindestens ein partielles
Ansprechen erreicht hatten (N=174), betrug 50,9 Monate [95%
Vertrauensintervall: 43,0-NR], während die mittlere Überlebensdauer bei
solchen Patienten, die die Behandlung frühzeitig abgebrochen hatten
(N=38), bei 34,95Monaten [26,4-55,7; P=0,0594] lag.
Wurden auch die Unterschiede der Merkmale der Patienten der beiden
Gruppen berücksichtigt (z. B. Alter, Anzahl der Vorbehandlungen etc.),
ergaben sich für die Gruppe, die die Behandlung fortsetzte, signifikant
bessere Überlebensergebnisse als für die Gruppe, die die Behandlung
abgebrochen hatte.
Nur wenige Patienten brachen die Behandlung frühzeitig wegen
Nebenwirkungen ab (N=22, 10 %).
"Diese Studie lässt den Schluss zu, dass die Therapie mit REVLIMID plus
Dexamethason fortgesetzt werden sollte, nachdem der Patient erste
Anzeichen einer positiven Reaktion zeigt", so Dr. Jesus San Miguel von
der Universitätsklinik von Salamanca in Salamanca, Spanien. "Der
anhaltende Effekt durch die zusätzlichen Behandlungszyklen könnte das
Überleben dieser Patienten erheblich verlängern."
Eine Therapie auf Lenalidomidbasis führt bei Patienten mit
rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom, die auf die Therapie
ansprechen, zu Verbesserungen des humoralen Immunsystems
Dr. Rachid Baz vom Moffitt Cancer Center & Research Institute in Tampa,
FL, USA, stellte eine weitere Analyse aus MM-009/MM-010 und aus einer
großen Phase-II-Studie mit REVLIMID® als Monotherapie bei
Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom vor. Darin
zeigt sich, dass die REVLIMID-Therapie das Immunsystem des Patienten
stärkt, indem es den Spiegel an IgA (Immunglobulin A) stimuliert.
Patienten mit multiplem Myelom weisen üblicherweise eine niedrige
Konzentration des zur Infektionsbekämpfung benötigten IgA-Antikörpers
auf. Diese niedrigen Konzentrationen bedingen wiederkehrende bakterielle
Infekte – die häufigste Todesursache bei Patienten in fortgeschrittenen
Krankheitsstadien.
In der Studie wurden die Ausgangskonzentrationen der Antikörper und in
monatlichen Abständen die Antikörperreaktionen auf die Therapie
gemessen. Eine Verbesserung war definitionsgemäß vorhanden, wenn der
Antikörperspiegels auf mindestens die untere Normgrenze gestiegen und
der Zahlenwert um 25 Prozent höher war.
Nur Patienten, bei denen die Behandlung anschlug, erzielten eine
signifikante Verbesserung und Normalisierung des verbleibenden
IgA-Spiegels. In den Studien MM-009/MM-010 war der IgA-Spiegel zu
Studienbeginn bei 30 Prozent der Patienten normal, in Studie MM-014 bei
17 Prozent. In MM-009/MM-010 hatte sich der IgA-Spiegel bis Zyklus
sieben bei 56 Prozent der ansprechenden Patienten normalisiert, in
MM-014 bis Zyklus fünf bei 50 Prozent der ansprechenden Patienten.
Bei Patienten, deren IgA-Spiegel sich normalisierte, waren das
progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben signifikant länger
(29-77 Wochen bzw. 121-120 Wochen) als bei Patienten ohne Verbesserung
des IgA-Spiegels (P=0,0001).
Lenalidomid in Kombination mit Dexamethason beim ersten Rückfall im
Vergleich zur Anwendung als spätere Salvage-Therapie bei rezidiviertem
oder refraktärem multiplem Myelom
Es sei außerdem hervorgehoben, dass kürzlich eine Studie im European
Journal of Hematology veröffentlicht wurde. Diese Teilgruppenanalyse
von MM-009/MM-010 zeigt den Vorteil der Einleitung einer Therapie mit
REVLIMID plus Dexamethason nach dem ersten Rückfall gegenüber einem
späteren Einsatz als Salvage-Therapie.
Die Studie zeigte, dass sich der Zustand von Patienten, die bereits eine
vorherige Behandlung erhalten hatten, im Vergleich zu Patienten, die
mindestens zwei Vorbehandlungen erhalten hatten, bei Gabe von REVLIMID
plus Dexamethason erheblich verbesserte, wenn Wirksamkeitsindikatoren
wie die mittlere Zeit bis zur Krankheitsprogression (17,1 gegenüber 10,6
Monate; P=0,026), das mittlere progressionsfreie Überleben (14,2
gegenüber 9,5 Monate; P=0,047), komplettes oder sehr gutes partielles
Ansprechen (39,8 % gegenüber 27,7 %; P=0,025) und mittleres
Gesamtüberleben (42,0 gegenüber 35,8 Monate; P=0,041) zugrunde gelegt
werden.
"Aus diesen Ergebnissen lässt sich folgern, dass die Patienten davon
profitieren könnten, wenn sie bereits frühzeitig im Krankheitsverlauf
mit REVLIMID plus Dexamethason behandelt werden", so Dr. Edward A.
Staudtmauer vom Abramson Cancer Center, University of Pennsylvania,
Philadelphia, PA, USA. "Den Befunden zufolge sollte die
Kombinationsbehandlung aus REVLIMID und Dexamethason als
Zweitlinientherapie für Patienten mit multiplem Myelom in Betracht
gezogen werden.”
REVLIMID® ist in den USA, Kanada, Argentinien, Peru, Bolivien
und Kolumbien sowie in Malaysia und Israel als Behandlung einer
transfusionsabhängigen Anämie infolge MDS der Risikostufen "low" oder
"intermediate-1" in Zusammenhang mit einer 5q-Deletion mit oder ohne
weitere zytogenetische Anomalien zugelassen. In einigen weiteren Ländern
ist die Zulassung beantragt. In den USA, der EU, in der Schweiz und in
Australien hat REVLIMID den Status eines "Orphan-Wirkstoffes", das
heißt, es gilt als Arzneimittel gegen seltene Krankheiten.
REVLIMID ist außerdem in den USA, der EU, in Kanada, Argentinien, Peru,
Bolivien, Kolumbien, Guatemala, der Schweiz, Malaysia, Israel, Singapur
und Russland in Kombination mit Dexamethason für die Behandlung von
Patienten mit multiplem Myelom zugelassen, die mindestens eine vorherige
Therapie erhalten haben, sowie in Australien und Neuseeland in
Kombination mit Dexamethason für die Behandlung von Patienten, deren
Krankheit nach einer Therapie fortgeschritten ist.
Über REVLIMID®
REVLIMID ist eine IMiDs®-Verbindung und gehört damit zu einer
geschützten Gruppe neuartiger immunmodulatorischer Wirkstoffe. REVLIMID
und andere IMiDs-Verbindungen werden derzeit in mehr als 100 klinischen
Versuchen bei sehr unterschiedlichen Krebserkrankungen sowohl des Blutes
als auch bei soliden Tumoren getestet. Die IMiDs-Pipeline ist durch eine
umfassende Reihe an angemeldeten und erteilten Patenten geschützt,
darunter auch Patente für die Stoffzusammensetzung (Composition of
Matter) und Gebrauchspatente.
Informationen zum Multiplen Myelom
Multiple Myelome (auch bekannt als Myelome oder Plasmazellen-Myelome)
ist eine Form des Blutkrebs, bei der maligne Plasmazellen im Knochenmark
überproduziert werden. Plasmazellen sind weiße Blutzellen, die die
Produktion von Antikörpern (Immunglobuline) zur Bekämpfung von
Infektionen und Krankheiten unterstützen. Die meisten Patienten mit
multiplen Myelomen verfügen jedoch über Zellen, die eine Form von
Immunglobulin produzieren (Paraprotein oder M-Protein), die keine
Vorteile für den Körper bietet. Die malignen Plasmazellen ersetzen
außerdem normale Plasmazellen und andere weiße Blutzellen, die wichtige
Funktionen für das Immunsystem übernehmen. Myelomzellen können außerdem
an andere Körpergewebe wie etwa Knochen andocken und dort Tumore bilden.
Die Ursache dieser Erkrankung ist bis heute unbekannt.
Über Celgene International Sàrl
Celgene International Sárl mit Geschäftssitz im schweizerischen Boudry
ist eine 100%ige Tochter und die internationale Zentrale der Celgene
Corporation. Die Celgene Corporation hat ihren Hauptsitz in Summit, New
Jersey, USA und ist ein integriertes weltweit tätiges Pharmaunternehmen,
das sich hauptsächlich mit der Auffindung, Entwicklung und dem Vertrieb
innovativer Therapien für die Behandlung von Krebs und
Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung befasst.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Unternehmens aufwww.celgene.com.
REVLIMID® ist ein eingetragenes Warenzeichen
der Celgene Corporation.
Diese Pressemeldung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die bekannten
und unbekannten Risiken, Verzögerungen, Unwägbarkeiten und anderen
Faktoren unterworfen sind, die nicht vom Unternehmen beeinflussbar sind
und dazu führen können, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse, der
tatsächliche Geschäftserfolg bzw. die tatsächlichen Errungenschaften des
Unternehmens erheblich von den Ergebnissen, dem Geschäftserfolg oder
anderen Erwartungen, die in diesen zukunftsbezogenen Aussagen
ausgedrückt sind oder nahegelegt werden, unterscheiden. Zu diesen
Faktoren gehören die Ergebnisse der aktuell laufenden oder geplanten
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Maßnahmen seitens der FDA und
anderer Aufsichtsbehörden sowie andere Faktoren, die in den Unterlagen
wie beispielsweise in unseren Berichten 10-K, 10-Q und 8-K beschrieben
sind, die das Unternehmen bei der Börsenaufsichtskommission einreicht.
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