08.06.2009 17:31
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Präsentation beim 14. Kongress der European Hematology Association zeigt stärkeres Ansprechen und längeres Überleben bei Patienten mit multiplem Myelom durch innovative Therapie


Einer Meldung von Celgene International Sàrl (NASDAQ: CELG) zufolge zeigen beim 14. Kongress der European Society of Hematology vorgestellte Daten aus mehreren Studien, dass Patienten mit multiplem Myelom stark und anhaltend auf REVLIMID ansprechen. Die Hauptpräsentationen zu diesem Thema belegen den Vorteil einer aktiven Langzeitkontrolle der Krankheit mit akzeptablem Sicherheitsprofil, was zu bislang unerreichten Überlebenszeiten führt.

"Insgesamt zeigen die bei diesem Kongress vorgestellten Studien, dass die Patienten bei frühzeitiger Anwendung von REVLIMID im Verlauf der Krankheit rasch und nachhaltig auf die Behandlung ansprechen und sich Überlebensvorteile ergeben, wie wir sie bisher bei dieser Art von Patienten nicht beobachten konnten", erklärt Jean-Pierre Bizzari, Senior Vice President und Group Head of Global Oncology/Hematology bei Celgene. "Es war wichtig für uns festzustellen, dass wird dank des doppelten Wirkmechanismus von REVLIMID, d. h. einem direkten Abtötungseffekt auf Myelomzellen und einer besonderen immunstärkenden Wirkung, die Krankheit langfristig in Schach halten und behandeln können."

Ansprechgeschwindigkeit bei Anwendung von Lenalidomid und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom: Erste Ergebnisse aus dem Compassionate-Use-Programm MM-019 in Deutschland

In einer offenen, nicht vergleichenden Studie der Prüfphase IIIb wurde untersucht, wie lange es dauert, bis eine Therapie mit REVLIMID und Dexamethason bei Patienten mit multiplem Myelom anschlägt. Die Patienten waren mit mindestens einer Therapie vorbehandelt. Die Prüfbehandlung erfolgte in 28-tägigen Zyklen, die bis zum Fortschreiten der Krankheit, bis zum Auftreten toxischer Gegenreaktionen oder bis zum Abbruch der Studie durch den Arzt oder Patienten wiederholt wurden.

Die früheren Therapien der Patienten, darunter Transplantationen und die Gabe von Bortezomib und Thalidomid, hatten keinen Einfluss auf die Ansprechrate. Fünfzehn Patienten (12 %) waren zuvor mit allen drei Therapiearten behandelt worden, 43 Patienten (35 %) mit zwei und 42 Patienten (34 %) mit einer dieser Therapiearten.

Die Daten zum besten Ansprechen wurden bei 113 Patienten ermittelt und anhand der Spiegel an M-Protein und freien leichten Ketten gemessen. Unter dieser 113 Patienten erzielten 4 ein vollständiges und 80 ein partielles Ansprechen, bei 28 Patienten stabilisierte sich die Krankheit, und bei einem Patienten schritt die Krankheit fort.

Bei 122 Patienten wurde untersucht, wie lange es dauerte, bis sich eine 50%ige Verringerung der Spiegel an M-Protein und freien leichten Ketten ergab. Bei Patienten, bei denen die Behandlung anschlug, dauerte es im Durchschnitt 28 Tage, wobei 39 Prozent der Patienten bereits innerhalb von zwei Wochen ein Ansprechen zeigten.

"Diese Daten zeigen, dass fast drei Viertel der Patienten mindestens teilweise auf die Behandlung ansprachen, und zwar auch dann, wenn sie bereits umfangreiche Vorbehandlungen hinter sich haben", so Dr. Katja Weisel von der Universitätsklinik in Tübingen. "Die Behandlung schlug schnell an, d. h. bei der Hälfte der Patienten bereits im ersten Behandlungszyklus."

Längere Behandlungsdauer und Aufrechterhaltung des besten Ansprechens bei Lenalidomid plus Dexamethason verlängert das Gesamtüberleben bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom

Einer Teilgruppenanalyse aktualisierter kombinierter Daten aus den internationalen Phase-III-Studien MM-009/MM-010 zufolge ergibt sich bei anhaltender Behandlung mit REVLIMID® plus Dexamethason nach Erreichen der besten klinischen Ansprechens bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom ein Überlebensvorteil.

Die geschätzte Überlebensdauer bei Patienten mit mindestens partiellem Ansprechen wurde zwischen kontinuierlich behandelten Patienten (die entweder noch behandelt wurden oder die Behandlung wegen Krankheitsprogression abbrachen) und Patienten, die die Behandlung frühzeitig wegen Nebenwirkungen, Widerrufs ihres Einverständnisses oder aus anderen Gründen abgebrochen hatten, verglichen. Der mittlere Zeitraum der Nachbeobachtung überlebender Patienten war 48 Monate.

Die geschätzte mittlere Überlebensdauer bei Patienten, die die Behandlung abgebrochen hatten, nachdem sie mindestens ein partielles Ansprechen erreicht hatten (N=174), betrug 50,9 Monate [95% Vertrauensintervall: 43,0-NR], während die mittlere Überlebensdauer bei solchen Patienten, die die Behandlung frühzeitig abgebrochen hatten (N=38), bei 34,95Monaten [26,4-55,7; P=0,0594] lag.

Wurden auch die Unterschiede der Merkmale der Patienten der beiden Gruppen berücksichtigt (z. B. Alter, Anzahl der Vorbehandlungen etc.), ergaben sich für die Gruppe, die die Behandlung fortsetzte, signifikant bessere Überlebensergebnisse als für die Gruppe, die die Behandlung abgebrochen hatte.

Nur wenige Patienten brachen die Behandlung frühzeitig wegen Nebenwirkungen ab (N=22, 10 %).

"Diese Studie lässt den Schluss zu, dass die Therapie mit REVLIMID plus Dexamethason fortgesetzt werden sollte, nachdem der Patient erste Anzeichen einer positiven Reaktion zeigt", so Dr. Jesus San Miguel von der Universitätsklinik von Salamanca in Salamanca, Spanien. "Der anhaltende Effekt durch die zusätzlichen Behandlungszyklen könnte das Überleben dieser Patienten erheblich verlängern."

Eine Therapie auf Lenalidomidbasis führt bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom, die auf die Therapie ansprechen, zu Verbesserungen des humoralen Immunsystems

Dr. Rachid Baz vom Moffitt Cancer Center & Research Institute in Tampa, FL, USA, stellte eine weitere Analyse aus MM-009/MM-010 und aus einer großen Phase-II-Studie mit REVLIMID® als Monotherapie bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom vor. Darin zeigt sich, dass die REVLIMID-Therapie das Immunsystem des Patienten stärkt, indem es den Spiegel an IgA (Immunglobulin A) stimuliert.

Patienten mit multiplem Myelom weisen üblicherweise eine niedrige Konzentration des zur Infektionsbekämpfung benötigten IgA-Antikörpers auf. Diese niedrigen Konzentrationen bedingen wiederkehrende bakterielle Infekte – die häufigste Todesursache bei Patienten in fortgeschrittenen Krankheitsstadien.

In der Studie wurden die Ausgangskonzentrationen der Antikörper und in monatlichen Abständen die Antikörperreaktionen auf die Therapie gemessen. Eine Verbesserung war definitionsgemäß vorhanden, wenn der Antikörperspiegels auf mindestens die untere Normgrenze gestiegen und der Zahlenwert um 25 Prozent höher war.

Nur Patienten, bei denen die Behandlung anschlug, erzielten eine signifikante Verbesserung und Normalisierung des verbleibenden IgA-Spiegels. In den Studien MM-009/MM-010 war der IgA-Spiegel zu Studienbeginn bei 30 Prozent der Patienten normal, in Studie MM-014 bei 17 Prozent. In MM-009/MM-010 hatte sich der IgA-Spiegel bis Zyklus sieben bei 56 Prozent der ansprechenden Patienten normalisiert, in MM-014 bis Zyklus fünf bei 50 Prozent der ansprechenden Patienten.

Bei Patienten, deren IgA-Spiegel sich normalisierte, waren das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben signifikant länger (29-77 Wochen bzw. 121-120 Wochen) als bei Patienten ohne Verbesserung des IgA-Spiegels (P=0,0001).

Lenalidomid in Kombination mit Dexamethason beim ersten Rückfall im Vergleich zur Anwendung als spätere Salvage-Therapie bei rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom

Es sei außerdem hervorgehoben, dass kürzlich eine Studie im European Journal of Hematology veröffentlicht wurde. Diese Teilgruppenanalyse von MM-009/MM-010 zeigt den Vorteil der Einleitung einer Therapie mit REVLIMID plus Dexamethason nach dem ersten Rückfall gegenüber einem späteren Einsatz als Salvage-Therapie.

Die Studie zeigte, dass sich der Zustand von Patienten, die bereits eine vorherige Behandlung erhalten hatten, im Vergleich zu Patienten, die mindestens zwei Vorbehandlungen erhalten hatten, bei Gabe von REVLIMID plus Dexamethason erheblich verbesserte, wenn Wirksamkeitsindikatoren wie die mittlere Zeit bis zur Krankheitsprogression (17,1 gegenüber 10,6 Monate; P=0,026), das mittlere progressionsfreie Überleben (14,2 gegenüber 9,5 Monate; P=0,047), komplettes oder sehr gutes partielles Ansprechen (39,8 % gegenüber 27,7 %; P=0,025) und mittleres Gesamtüberleben (42,0 gegenüber 35,8 Monate; P=0,041) zugrunde gelegt werden.

"Aus diesen Ergebnissen lässt sich folgern, dass die Patienten davon profitieren könnten, wenn sie bereits frühzeitig im Krankheitsverlauf mit REVLIMID plus Dexamethason behandelt werden", so Dr. Edward A. Staudtmauer vom Abramson Cancer Center, University of Pennsylvania, Philadelphia, PA, USA. "Den Befunden zufolge sollte die Kombinationsbehandlung aus REVLIMID und Dexamethason als Zweitlinientherapie für Patienten mit multiplem Myelom in Betracht gezogen werden.”

REVLIMID® ist in den USA, Kanada, Argentinien, Peru, Bolivien und Kolumbien sowie in Malaysia und Israel als Behandlung einer transfusionsabhängigen Anämie infolge MDS der Risikostufen "low" oder "intermediate-1" in Zusammenhang mit einer 5q-Deletion mit oder ohne weitere zytogenetische Anomalien zugelassen. In einigen weiteren Ländern ist die Zulassung beantragt. In den USA, der EU, in der Schweiz und in Australien hat REVLIMID den Status eines "Orphan-Wirkstoffes", das heißt, es gilt als Arzneimittel gegen seltene Krankheiten.

REVLIMID ist außerdem in den USA, der EU, in Kanada, Argentinien, Peru, Bolivien, Kolumbien, Guatemala, der Schweiz, Malaysia, Israel, Singapur und Russland in Kombination mit Dexamethason für die Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom zugelassen, die mindestens eine vorherige Therapie erhalten haben, sowie in Australien und Neuseeland in Kombination mit Dexamethason für die Behandlung von Patienten, deren Krankheit nach einer Therapie fortgeschritten ist.

Über REVLIMID®

REVLIMID ist eine IMiDs®-Verbindung und gehört damit zu einer geschützten Gruppe neuartiger immunmodulatorischer Wirkstoffe. REVLIMID und andere IMiDs-Verbindungen werden derzeit in mehr als 100 klinischen Versuchen bei sehr unterschiedlichen Krebserkrankungen sowohl des Blutes als auch bei soliden Tumoren getestet. Die IMiDs-Pipeline ist durch eine umfassende Reihe an angemeldeten und erteilten Patenten geschützt, darunter auch Patente für die Stoffzusammensetzung (Composition of Matter) und Gebrauchspatente.

Informationen zum Multiplen Myelom

Multiple Myelome (auch bekannt als Myelome oder Plasmazellen-Myelome) ist eine Form des Blutkrebs, bei der maligne Plasmazellen im Knochenmark überproduziert werden. Plasmazellen sind weiße Blutzellen, die die Produktion von Antikörpern (Immunglobuline) zur Bekämpfung von Infektionen und Krankheiten unterstützen. Die meisten Patienten mit multiplen Myelomen verfügen jedoch über Zellen, die eine Form von Immunglobulin produzieren (Paraprotein oder M-Protein), die keine Vorteile für den Körper bietet. Die malignen Plasmazellen ersetzen außerdem normale Plasmazellen und andere weiße Blutzellen, die wichtige Funktionen für das Immunsystem übernehmen. Myelomzellen können außerdem an andere Körpergewebe wie etwa Knochen andocken und dort Tumore bilden. Die Ursache dieser Erkrankung ist bis heute unbekannt.

Über Celgene International Sàrl

Celgene International Sárl mit Geschäftssitz im schweizerischen Boudry ist eine 100%ige Tochter und die internationale Zentrale der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation hat ihren Hauptsitz in Summit, New Jersey, USA und ist ein integriertes weltweit tätiges Pharmaunternehmen, das sich hauptsächlich mit der Auffindung, Entwicklung und dem Vertrieb innovativer Therapien für die Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung befasst. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Unternehmens aufwww.celgene.com.

REVLIMID® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Celgene Corporation.

Diese Pressemeldung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die bekannten und unbekannten Risiken, Verzögerungen, Unwägbarkeiten und anderen Faktoren unterworfen sind, die nicht vom Unternehmen beeinflussbar sind und dazu führen können, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse, der tatsächliche Geschäftserfolg bzw. die tatsächlichen Errungenschaften des Unternehmens erheblich von den Ergebnissen, dem Geschäftserfolg oder anderen Erwartungen, die in diesen zukunftsbezogenen Aussagen ausgedrückt sind oder nahegelegt werden, unterscheiden. Zu diesen Faktoren gehören die Ergebnisse der aktuell laufenden oder geplanten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Maßnahmen seitens der FDA und anderer Aufsichtsbehörden sowie andere Faktoren, die in den Unterlagen wie beispielsweise in unseren Berichten 10-K, 10-Q und 8-K beschrieben sind, die das Unternehmen bei der Börsenaufsichtskommission einreicht.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.



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