Wie Celgene International Sàrl (NASDAQ: CELG) mitteilte, zeigen auf dem
14. Kongress der European Society of Hematology vorgelegte Daten, dass
VIDAZA die Gesamtüberlebensdauer deutlich steigert und dass Patienten
mit myelodysplastischen Syndromen (MDS) unabhängig von Transfusionen
roter Blutkörperchen werden oder bleiben. Zu den Patienten, bei denen
das Medikament eine positive Wirkung zeigte, gehören solche mit
höhergradig riskantem MDS oder akuter myeloider Leukämie (AML) mit einem
Blastenanteil von 20-30%, wie durch die Weltgesundheitsorganisation
(WHO) definiert.
"Die Präsentationen auf dem diesjährigen EHA-Kongresses unterstützen
weiterhin den klinischen Nutzen, der mit VIDAZA bei MDS in Verbindung
gebracht wird, einschließlich der deutlich verlängerten
Gesamtüberlebensdauer, und knüpfen an die Daten der zu einem früheren
Zeitpunkt dieses Jahres im The Lancet Oncology veröffentlichten
AZA-001-Überlebensstudie an”, so Jean-Pierre Bizzari, Senior Vice
President und Group Head of Global Oncology/Hematology von Celgene. "Sie
bekräftigen ferner die bedeutende und dauerhafte
Transfusionsunabhängigkeit, die VIDAZA bietet und die bei dieser
schwierig behandelbaren Krankheitsgruppe mit der verbesserten
Gesamtüberlebensdauer zusammenhängt."
Azacitidin (AZA) verbessert die Gesamtüberlebensdauer älterer
Patienten mit niedriger Blastenanzahl im Knochenmark und akuter
myeloider Leukämie (AML) nach WHO
Eine Subanalyse der AZA-001-Überlebensstudie versuchte, den positiven
Trend der Gesamtüberlebensdauer, der in einer früheren Phase-III-Studie
(CALGB 9221) bei einer Untergruppe von Patienten beobachtet wurde, zu
bestätigen und genauer zu verstehen. Diese Studie beinhaltete einen
Vergleich zwischen der Behandlung mit VIDAZA und der optimalen
Supportivtherapie von Patienten mit WHO-definierter AML mit einem
Blastenanteil von <30%.
Patienten mit höhergradig riskanten MDS-Klassifizierungen (FAB: RAEB,
RAEB-t, CMML und IPSS: Int-2 oder High) wurden einbezogen und
randomisiert entweder der VIDAZA-Behandlung oder herkömmlichen
Behandlungen (CCR: optimale Supportivtherapie, niedrig dosiertes
Arabinosylcytosin oder intensive Chemotherapie) zugeteilt.
Von 358 Patienten erfüllten 113 (32%) die von der WHO festgelegten
AML-Kriterien (mittlerer Blastenanteil im Knochenmark: 23%).
Anschließend wurden 55 randomisiert in die VIDAZA-Gruppe eingeteilt und
58 in die CCR-Gruppe. Von den 58 CCR-Patienten wurden 47 Prozent mit
optimaler Supportivtherapie, 34 Prozent mit niedrig dosiertem
Arabinosylcytosin und 19 Prozent mit intensiver Chemotherapie behandelt.
Im zweiten Jahr der Studie waren 50 Prozent der Patienten der
VIDAZA-Gruppe am Leben, verglichen mit 16 Prozent der CCR-Patienten
(p=0,0007). Die mittlere Gesamtüberlebensdauer betrug 24,5 Monate in der
VIDAZA-Gruppe und 16,0 Monate in den CCR-Gruppen (HR=0,47 [95%CI:
0,28-0,79], p=0,004).
"Wie die AZA-001-Studie bei Patienten mit höhergradig riskantem MDS
zeigte, erzielten auch mit VIDAZA behandelte Patienten mit
WHO-definierter AML eine verbesserte Gesamtüberlebensdauer im Vergleich
zu herkömmlichen Therapien”, so Prof. Valeria Santini vom Policlinico di
Careggi im italienischen Florenz. "Dies bestätigt auch den Trend, den
die CALGB 9221-Studie aufzeigte.”
Die Wirkung von Azacitidin und Decitabin (Hypomethylisierungsmittel)
bei myelodysplastischen Syndromen: Eine systematische Prüfung und
Meta-Analyse
Im Bestreben, die randomisierten kontrollierten Studien über VIDAZA und
Decitabin gegenüber optimaler Supportivtherapie ohne eine direkte
Vergleichsstudie systematisch zu prüfen, wurde eine umfassende
Literatursuche nach vor Juli 2008 veröffentlichten randomisierten
kontrollierten Studien und Kurzzusammenfassungen von Tagungen der
American Society of Clinical Oncology, American Society of Hematology
und European Hematology Association von 2006 bis 2008 durchgeführt.
Dabei wurden vier randomisierte kontrollierte Studien gefunden, welche
die Wirksamkeit hypomethylierender Stoffe bei der Behandlung von MDS
untersuchten. Zwei verglichen die VIDAZA-Behandlung mit
Supportivtherapie und zwei verglichen Decitabin mit Supportivtherapie.
Die Meta-Analyse der randomisierten kontrollierten Studien, die
hypomethylierende Wirkstoffe mit Supportivtherapie verglichen, zeigten
eine deutlich bessere Gesamtüberlebensdauer, ereignisfreie
Überlebensrate und Ansprechrate zugunsten der Hypomethylierungsmittel,
ohne dass die behandlungsbedingte Sterblichkeit bedeutend anstieg. Auch
die Vergleiche von VIDAZA gegenüber Supportivtherapie zeigten eine
deutliche Überlegenheit bei der Gesamtüberlebensdauer und ereignisfreien
Überlebensrate ohne ein bedeutendes Risiko von behandlungsbedingter
Sterblichkeit. Der Vergleich von Decitabin gegenüber Supportivtherapie
zeigte eine deutlich bessere ereignisfreie Überlebensrate und
Ansprechrate bei Decitabin, aber keinen Unterschied bei der
Gesamtüberlebensdauer oder behandlungsbedingten Sterblichkeit.
Die Auswertung von VIDAZA im Vergleich zu Decitabin zeigt eine deutlich
bessere Gesamtüberlebensdauer zugunsten von VIDAZA, aber eine ähnliche
ereignisfreie Überlebensrate, Ansprechrate und behandlungsbedingte
Sterblichkeit.
"Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen, dass mit hypomethylierenden
Wirkstoffen behandelte Patienten deutlich bessere Überlebens- und
Ansprechraten aufweisen. Bei unserem indirekten Vergleich zeigte VIDAZA
jedoch eine überlegene Gesamtüberlebensdauer ohne einen bedeutenden
Anstieg von behandlungsbedingter Sterblichkeit”, so Dr. Ambuj Kumar vom
H. Lee Moffitt Cancer Center in Tampa, Florida (USA).
Die Wirkung von Azacitidin (AZA) auf Transfusionsunabhängigkeit (TI)
und Gesamtüberlebensdauer (OS) bei Patienten mit höhergradig riskanten
myelodysplastischen Syndromen
Eine zweite Analyse der AZA-001-Überlebensstudie versuchte, die
Gesamtüberlebensdauer von Patienten mit höhergradig riskantem MDS in
Relation zu ihrem Transfusionsstatus zu untersuchen, da ein Zusammenhang
zwischen der Notwendigkeit einer Erythrozytentransfusion (RBC) und der
Gesamtüberlebensdauer dieser Patienten nachgewiesen wurde.
Für die Analyse wurden 179 Patienten mit höhergradig riskantem MDS und
WHO-definierter AML randomisiert einer VIDAZA®-Behandlung
zugewiesen und nach ihrer Unabhängigkeit von Erythrozyten- oder
Thrombozytentransfusionen beurteilt, wobei diese als =56
aufeinanderfolgende transfusionslose Tage definiert war.
In der VIDAZA-Gruppe erzielten 50 von 111
erythrozytentransfusionsabhängigen Patienten (45%, 95% CI: 35,6, 54,8)
die Unabhängigkeit von Erythrozytentransfusionen und 16 von 38
thrombozytentransfusionsabhängigen Patienten (42%) erzielten die
Unabhängigkeit von Thrombozytentransfusionen.
Des Weiteren konnten Patienten, die zu einem beliebigen Zeitpunkt
während der Behandlung transfusionsunabhängig waren, unabhängig von
ihrem Ausgangsstatus die VIDAZA-Therapie länger fortsetzen und hatten
eine längere Gesamtüberlebensdauer. Die mittlere Gesamtüberlebensdauer
wurde nicht von Patienten erreicht, die zu Beginn der Studie entweder
erythrozyten- oder thrombozytentransfusionsabhängig waren und während
der VIDAZA-Behandlung transfusionsunabhängig wurden.
"Durch diese Studie konnten wir bestätigen, dass Patienten, die infolge
der VIDAZA-Therapie transfusionsunabhängig blieben oder wurden, eine
längere Behandlungsdauer und verlängerte Gesamtüberlebensdauer
erzielten, als transfusionsabhängige Patienten”, so Dr. John Seymour vom
Peter MacCallum Cancer Centre in East Melbourne, Australien.
Über VIDAZA
Im Mai 2004 wurde VIDAZA von der FDA als erstes Medikament für die
Behandlung von MDS-Patienten zugelassen. Die FDA ließ VIDAZA, den ersten
Wirkstoff der neuen Arzneimittelklasse der Demethylisierungsmittel, zur
Behandlung aller fünf MDS-Untertypen bei Patienten mit niedrigen und
hohen Risikostufen zu. Zu diesen Untertypen gehören: refraktäre Anämie
(RA) oder refraktäre Anämie mit Ringsideroblasten (RARS), wenn begleitet
von Neutropenie oder Thrombozytopenie oder transfusionsabhängig,
refraktäre Anämie mit Blastenüberschuss (RAEB), refraktäre Anämie mit
Blastenüberschuss in Transformation (RAEB-T) und chronische
myelomonozytäre Leukämie (CMMoL). Darüber hinaus wurde VIDAZA im
Dezember 2008 von der Europäischen Kommission für die Behandlung
erwachsener Patienten zugelassen, die für keine Transplantation
hämatopoietischer Stammzellen in Frage kommen und die an einem MDS der
Risikostufen "intermediate-2" oder "high" nach dem IPSS oder an einer
chronischen myelomonozytären Leukämie (CMML) mit einem Blastenanteil von
10-29 Prozent im Knochenmark ohne myeloproliferative Erkrankung oder an
AML mit einem Blastenanteil von 20-30 Prozent im Knochenmark und
multilinearer Dysplasie nach dem Klassifizierungssystem der WHO leiden.
Die antineoplastische Wirkung von VIDAZA beruht vermutlich auf einer
Hypomethylierung der DNA und der zytotoxischen Wirkung auf anomale
hämatopoietische Zellen im Knochenmark. Die zur maximalen Hemmung der
DNA-Methylierung in vitro erforderliche VIDAZA-Konzentration bewirkt
keine bedeutende Unterdrückung der DNA-Synthese. Die Hypomethylierung
könnte deshalb die normale Funktion der Gene wiederherstellen, die für
die Differenzierung und Proliferation von Zellen wichtig sind. Aufgrund
seiner zytotoxischen Wirkung tötet VIDAZA® sich schnell
teilende Zellen ab, darunter Krebszellen, die nicht mehr auf normale
Wachstumskontrollmechanismen ansprechen. Nicht-proliferierende Zellen
sind gegenüber VIDAZA relativ unempfindlich.
Die antineoplastische Wirkung von VIDAZA beruht vermutlich auf der
Hypomethylierung der DNA und der zytotoxischen Wirkung auf anomale
hämatopoietische Zellen im Knochenmark. Die DNA-Hypomethylierung anomal
methylierter Gene, die an der Regulierung des normalen Zellzyklus, der
Differenzierung und Todesmechanismen beteiligt sind, könnte zur
Neuexpression der Gene und Wiederherstellung der krebsunterdrückenden
Funktionen von Krebszellen führen. Aufgrund seiner zytotoxischen Wirkung
tötet VIDAZA sich schnell teilende Zellen ab, darunter Krebszellen, die
nicht mehr auf normale Wachstumskontrollmechanismen ansprechen.
Nicht-proliferierende Zellen sind gegenüber VIDAZA relativ
unempfindlich. VIDAZA wurde im Januar 2007 von der FDA für die
intravenöse Anwendung zugelassen.
Über Myelodysplastische Syndrome
Myelodysplastische Syndrome (MDS) sind eine Gruppe von
Blutkrebserkrankungen, von denen etwa 300.000 Menschen weltweit
betroffen sind. MDS entsteht, wenn Blutzellen im Knochenmark in einem
unreifen oder "Blasten"-Stadium verharren und sich nie zu reifen Zellen
weiterentwickeln, die ihre notwendigen Aufgaben ausüben können. Mit der
Zeit häufen sich die Blastenzellen im Knochenmark an und unterdrücken
die normale Zellentwicklung. Der American Cancer Society zufolge werden
in den USA jährlich 10.000 bis 20.000 MDS-Neuerkrankungen
diagnostiziert, bei denen die Überlebensrate, je nach Klassifizierung
des MDS, zwischen etwa sechs Monaten und sechs Jahren liegt.
MDS-Patienten sind häufig auf Bluttransfusionen angewiesen, um die
Symptome der Anämie und die Müdigkeit zu bekämpfen. Häufige
Transfusionen gehen jedoch mit dem Risiko einer lebensbedrohlichen
Eisenüberladung und/oder Toxizität einher, was verdeutlicht, wie
dringend neue Therapien benötigt werden, die gegen die Ursache der
Krankheit vorgehen, anstatt nur ihre Symptome zu behandeln.
Über Celgene International Sàrl
Celgene International Sárl ist im schweizerischen Boudry ansässig. Sie
ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft und der internationale
Hauptsitz der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation mit Hauptsitz
in Summit, New Jersey, ist ein integriertes, globales
Biopharmaunternehmen, das sich hauptsächlich auf die Entdeckung,
Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von
Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung
konzentriert. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des
Unternehmens unter www.celgene.com.
REVLIMID® ist ein eingetragenes Warenzeichen
der Celgene Corporation.
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bekannten und unbekannten Risiken, Verzögerungen, Unwägbarkeiten und
anderen Faktoren unterworfen sind, die nicht vom Unternehmen
beeinflussbar sind und dazu führen können, dass sich die tatsächlichen
Ergebnisse, der tatsächliche Geschäftserfolg bzw. die tatsächlichen
Errungenschaften des Unternehmens erheblich von den Ergebnissen, dem
Geschäftserfolg oder anderen Erwartungen, die in diesen
zukunftsbezogenen Aussagen ausgedrückt sind oder nahegelegt werden,
unterscheiden. Zu diesen Faktoren gehören die Ergebnisse der aktuell
laufenden oder geplanten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten,
Maßnahmen seitens der FDA und anderer Aufsichtsbehörden sowie andere
Faktoren, die in den Unterlagen wie beispielsweise in unseren Berichten
10-K, 10-Q und 8-K beschrieben sind, die das Unternehmen bei der
Börsenaufsichtskommission einreicht.
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