SAARBRÜCKEN/BERLIN (dpa-AFX) - Die Baumarktkette Praktiker
hat die Wende geschafft. Die Verluste, die im ersten Quartal entstanden waren, habe der Konzern bis Ende Mai wieder ausgleichen können, sagte ein Firmensprecher der Zeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe). Wegen der "derzeit positiven Geschäftsentwicklung" arbeiteten seit Anfang Juni auch wieder alle Märkte "in voller Mannschaftsstärke und mit ganzer Kraft". Das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Im März hatte Praktiker an 81 deutschen Standorten Kurzarbeit eingeführt. Zur Hauptversammlung Ende Mai war die Zahl bereits auf 5 gesunken. Damals hatte Vorstandschef Wolfgang Werner auch von einem guten April und einem bis dato gut laufenden Mai berichtet. Eine genaue Prognose fürs Gesamtjahr hatte er aber weiterhin nicht abgeben wollen. Er hatte nur beteuert, dass Praktiker auch bei einem rückläufigen Umsatz noch ein positives operatives Ergebnis erzielen könne.
VERLUST IM ERSTEN QUARTAL
Im ersten Quartal war der Umsatz um 8 Prozent auf 796 Millionen Euro gefallen, unterm Strich vergrößerte sich der Verlust von 36,8 auf 23,5 Millionen Euro. Für eine Entwarnung sei es noch zu früh, zitiert die Zeitung den Sprecher. Praktiker behalte sich vor, die Kurzarbeit wieder einzuführen, wenn sich das Geschäft im Laufe des zweiten Halbjahres verschlechtern sollte.
Praktiker ist nach dem nicht-börsennotierten Konkurrenten Obi die Nummer zwei auf dem deutschen Markt. Der Konzern betreibt in Deutschland 241 gleichnamige Märkte sowie 76 etwas höherpreisig angelegte Max-Bahr-Filialen. Hinzu kommen etwa 100 Märkte im Ausland, die meisten davon in Polen und Rumänien./das/wiz