23.11.2012 16:46
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METRO vor Lösung für Real-Auslandsgeschäft

Preis: 900 Mio Euro
Der Handelskonzern METRO kommt einer Lösung für das Auslandsgeschäft seiner Supermarktkette Real nach Aussagen aus Finanzkreisen näher.
Der französische Händler Auchan könnte das gesamte Auslandsgeschäft von Real mit Ausnahme der Türkei übernehmen. Wie die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Freitag aus Finanzkreisen erfuhr, könnten die Franzosen dafür rund 900 Millionen Euro zahlen. "Die Verhandlungen sind schon weit fortgeschritten." Eine abschließende Einigung sei - wegen Unstimmigkeiten über den Preis - aber noch nicht erzielt worden.

   Zuvor hatte die "Lebensmittel-Zeitung" berichtet, dass METRO nur einen Preis am unteren Ende der Erwartungen erreichen kann. Das Blatt hatte einen Betrag zwischen 1 und 1,2 Milliarden Euro genannt. METRO wollte die Informationen auf Nachfrage nicht bestätigen. Die Zeitung zitierte den Handelskonzern: "Wir haben auf Basis der Neuausrichtung und des stabilen Geschäftsverlaufs verschiedene Optionen, mit denen wir strategisch arbeiten können."

IMMOBILIENVERMÖGEN

   Gut die Hälfte des Verkaufspreises entfalle allein auf das Immobilienvermögen, berichtete das Blatt. Wie dpa-AFX aus Finanzkreisen erfuhr, hat METRO in den betroffenen Märkten einschließlich der Türkei rund 20 Immobilien im Eigentum. Das Immobilienvermögen mache allerdings nicht die Hälfte aus, hieß es in den Kreisen weiter. Schon seit längerem wird spekuliert, dass sich die METRO von ihren Real-Märkten in Osteuropa und der Türkei trennen könnte.

   Real ist die drittgrößte Tochter im METRO-Konzern, zu dem auch noch der Großhandel für Gewerbetreibende METRO Cash & Carry, die Elektronikketten Media-Markt und Saturn sowie die Kaufhof-Warenhäuser gehören. Von den 426 Märkten der SB-Warenhaustochter Real befinden sich 110 in Polen, Rumänien, Russland, der Türkei und der Ukraine. 2011 arbeiteten dort rund 23.700 Menschen, der Umsatz lag in diesen Ländern bei knapp drei Milliarden Euro.

   Mit einer Trennung von Real könnte sich METRO Luft verschaffen, um sich auf die Weiterentwicklung ihrer wichtigsten Sparte, dem Großhandel, zu konzentrieren. Auch bei der Tochter Media-Saturn, die wegen der Konkurrenz der Onlinehändler unter Druck steht, gibt es Handlungsbedarf. Nicht mehr zum Kerngeschäft zählt bereits seit Jahren Kaufhof. Der Verkauf der Kaufhauskette liegt aber derzeit auf Eis./ep/stw/he

FRANKFURT (dpa-AFX)
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