MÜNCHEN (dpa-AFX) - Dem Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern
Wacker Chemie macht der anhaltende Preisverfall im Solar- und Halbleitergeschäft weiter zu schaffen: Der Umsatz ging im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 7,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zurück, teilte der
MDAX (
MDAX)-Konzern am Mittwoch mit. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr kappte die Gesellschaft deshalb. Statt rund fünf Milliarden Euro rechnet Wacker nun mit einem Umsatz leicht unter dem Vorjahreswert von 4,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) sank im zweiten Quartal kräftig um 26 Prozent auf 240,5 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente der Konzern 60,6 (Vorjahr: 143) Millionen Euro. Wacker erfüllte damit die Erwartungen der Analysten bis auf den Umsatz weitgehend.
Für den weiteren Geschäftsverlauf 2012 stelle sich der Konzern auf ein herausforderndes und schwer berechenbares gesamtwirtschaftliches Umfeld ein, hieß es. Die Risiken, die sich für die weltweite Konjunktur aus der europäischen Finanz- und Schuldenkrise ergeben, haben sich im Berichtsquartal erhöht. Ob das neue Umsatzziel erreicht werden könne, hänge maßgeblich davon ab, wie sich die weltweite Konjunktur, die Wettbewerbsbedingungen in der Solarindustrie und die Nachfrage auf dem Halbleitermarkt im weiteren Verlauf des Jahres entwickele. Niedrigere Preise für Solarsilicium dürften sich beim Ergebnis ebenso auswirken wie die nach wie vor hohen Rohstoff- und Energiepreise. Das EBITDA dürfte deshalb 2012 deutlich unter dem Wert des Vorjahres liegen, bekräftigte der Konzern/jha/stk