Preisverfall in Japan geht weiter
Erst vergangene Woche hatte die Zentralbank auf politischen Druck hin die Geldschleusen weiter geöffnet und leiht dem Finanzmarkt nun weitere 10 Billionen Yen (rund 81,2 Milliarden Euro) zum festen Zinssatz von nur 0,1 Prozent. Damit verdoppelte die Zentralbank das erst im Dezember im Kampf gegen die Deflation eingeführte Programm. Man werde es nicht dulden, dass die Preise weiter fallen, hieß es.
SCHLIMME AUSWIRKUNGEN
Eine Deflation hat schlimme Auswirkungen auf die Wirtschaft. Sie drückt die Umsätze und Gewinne der Unternehmen, die dann Abstand von Investitionen nehmen und Arbeitsplätze abbauen. Verbraucher halten dann wiederum mit Anschaffungen zurück, wodurch sich der Preisverfall noch verschärft. Die Zentralbanken versuchen daher in der Regel, die Nachfrage mit billigem Geld wieder anzukurbeln.
Im Berichtsmonat purzelten die Preise unter anderem bei Fernsehern und Klimaanlagen, aber auch bei Lebensmitteln, Kleidung und Strom. Der Rückgang des sogenannten Verbraucherpreisindexes fiel allerdings geringer aus als im Januar, als die Preise um 1,3 Prozent sanken./ln/DP/jha/


