Essen (aktiencheck.de AG) - Einem Pressebericht zufolge ist ein schneller Verkauf der Touristiktochter des insolventen Handels- und Touristikkonzerns
Arcandor AG unwahrscheinlich.
Wie die "Financial Times Deutschland" am Donnerstag berichtet, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal klar, wer das Aktienpaket, das der insolvente Konzern an Thomas Cook hält, veräußern darf. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg wolle das Pfandrecht von Arcandors Bankenkonsortium nicht ohne Weiteres akzeptieren, hieß es.
Laut der Zeitung ist das Kreditkonsortium um BayernLB, Commerzbank AG (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) und Royal Bank of Scotland Group plc (RBS) (ISIN GB0007547838/ WKN 865142) für sein Darlehen von 960 Mio. Euro mit einem 44,8 Prozent-Anteil an Thomas Cook besichert. Arcandors restliche 8 Prozent an dem Reiseunternehmen würden den Gläubigern einer Umtauschanleihe zustehen, die Arcandor 2008 begeben habe. Die Banken würden anstreben, das Thomas-Cook-Paket innerhalb von zwölf Monaten zu verkaufen.
Bereits am Dienstag hatte der drittgrößte deutsche Reisekonzern REWE erneut Interesse an Thomas Cook bekundet, der Nummer zwei am Markt, hieß es weiter.
Die Aktie von Arcandor gewinnt aktuell 5,48 Prozent auf 0,77 Euro. (11.06.2009/ac/n/d)