Essen (aktiencheck.de AG) - Der angeschlagene Warenhaus- und Touristikkonzern
Arcandor AG hat einem Pressebericht zufolge nach dem Scheitern der Staatsbürgschaft ein neues Rettungskonzept erarbeitet.
Wie das "manager-magazin" am Montag in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, will der im MDAX notierte Konzern demnach noch heute ein neues Rettungskonzept unterbreiten. Kernpunkt sind mögliche Zugeständnisse der bedeutendsten Kreditgeber des Essener Unternehmens, also der Bayerischen Landesbank, der Commerzbank AG (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) sowie der Royal Bank of Scotland Group plc (RBS) (ISIN GB0007547838/ WKN 865142). Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick werde dazu im zuständigen Interministeriellen Ausschuss des Bundes in Berlin erwartet. Anwesend sein soll dann auch der Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, Walther Otremba.
Kernelemente des neuen Rettungsplans sind: Ein sechsmonatiges Schuldenmoratorium der beteiligten Großbanken, mögliche Änderungen in der Verzinsung bestehender Altkredite sowie die Bereitschaft der Banken zur Bereitstellung eines neuen Kredits an Arcandor.
Der neue Kredit soll nach Plänen, die "manager-magazin.de" vorliegen, zu 90 Prozent durch staatliche Bürgschaften gedeckt werden. Diese Punkte sollen Teil der nun diskutierten Rettungsbeihilfe werden. Nach Informationen aus Verhandlungskreisen sind die Banken bisher allerdings nicht zu großem Entgegenkommen gegenüber Arcandor bereit. An den Positionen der beteiligten Großkreditgeber von Arcandor haben sich in den vergangenen Tagen keine entscheidenden Wendungen ergeben, "sie seien mehrfach schriftlich niedergelegt worden".
Die Aktie von Arcandor verliert aktuell 29,26 Prozent bei 1,33 Euro.
(08.06.2009/ac/n/d)