S&P senkt Rating von 9 EU-Ländern - Frankreich nur noch "AA+"
Die Ratingagentur Standard and Poor's (S&P) hat die Mehrzahl der Euroländer herabgestuft. Österreich und das Schwergewicht Frankreich verloren ihre Bestnote, Deutschland behält sie. Neun Staaten der Eurozone müssen nun mit einer schlechteren Note leben. Die mit ihrer ausufernden Staatsverschuldung kämpfenden Südländer verloren gleich zwei Stufen.
BMF: Werden Eurozone-Finanzen nachhaltig stabilisieren
Die Bundesregierung hat nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Euro-Ländern durch die Ratingagentur Standard and Poor's die erhofften positiven Wirkungen des geplanten europäischen Fiskalpaktes betont. "Mit der Umsetzung der Gipfelbeschlüsse und mit der Vereinbarung konkreter Fiskalregeln in einem verbindlichen Abkommen werden wir die Finanzen der Mitgliedstaaten der Eurozone nachhaltig stabilisieren und damit wieder das Vertrauen der Märkte in die Eurozone gewinnen und nachhaltig stärken", erklärte das Bundesfinanzministerium (BMF).
Dt-Bank-Chefvolkswirt sieht EFSF in Gefahr - Zeitung
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, sieht durch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs durch die Ratingagentur Standard and Poor's den europäischen Rettungsfonds EFSF in Gefahr. Mit der Abstufung der Bonität dürfte der EFSF selbst auch seine AAA-Bewertung verlieren, schreibt Mayer in einem Gastbeitrag für Bild am Sonntag.
Baroin: Frankreich braucht keine weiteren Sparmaßnahmen - Zeitung
Frankreich sieht sich nach dem Verlust der Topkreditwürdigkeit laut einem Zeitungsbericht nicht zu einem schärferen Sparkurs gezwungen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir mit den bereits getroffenen Maßnahmen die Ziele für 2012 zur Reduzierung des öffentlichen Defizits einhalten können", sagte Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister François Baroin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Iran warnt Golfstaaten vor Erhöhung von Ölproduktion
Der Iran hat die Golfstaaten im Fall eines Boykotts des iranischen Erdöls durch westliche Staaten vor einer Erhöhung ihrer Ölproduktion gewarnt. Wenn die ölproduzierenden Staaten im Persischen Golf das iranische Erdöl ersetzten, trügen sie die Verantwortung für die Folgen, sagte der iranische Vertreter bei der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), Mohammed Ali Chatibi, wie die iranische Tageszeitung Schargh berichtete. Die USA und die EU planen einen Boykott des iranischen Erdöls und versuchen, auch andere Länder wie China, Japan und Indien dafür zu gewinnen.
Kompaktmodelle sollen US-Absatz von Mercedes beflügeln - Zeitung
Die Daimler-Tochter Mercedes will laut einem Zeitungsbericht in den USA mittelfristig 300.000 Fahrzeuge verkaufen. Ankurbeln sollen den Absatz vor allem die neuen Kompaktwagen, sagte Mercedes-Benz Vertriebs- und Marketing-Vorstand Joachim Schmidt der Fachzeitschrift Automotive News Europe. 2011 hatte Mercedes rund 245.200 Einheiten in den USA verkauft.
Porsche baut vorerst keinen kleinen Roadster - Magazin
Der Sportwagenbauer Porsche wird laut einem Magazinbericht zunächst keinen kleinen Roadster entwickeln. "Möglicherweise braucht es noch eine nächste Kundengeneration, bis ein kleiner Roadster zu Porsche passt", sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Müller der WirtschaftsWoche. Dem Absatzziel von 200.000 Autos im Jahr 2018 will das Unternehmen unterdessen mit dem kleinen Geländewagen Cajun ein "gutes Stück" näher kommen.
NYSE und Deutsche Börse werben bei Top-EU-Politikern für Fusion
Deutsche Börse und NYSE Euronext kämpfen weiter mit allen Kräften für ihre geplante Megafusion. Nachdem sich ein Scheitern des Vorhabens aufgrund der ablehnenden Haltung der EU-Wettbewerbshüter abzeichnet, werden die beiden Partner nun noch einmal bei zwei Top-Politiker in der Europäischen Union vorstellig. Duncan Niederauer, CEO der NYSE Euronext, will sich am Dienstag mit EU-Kommissarin Viviane Reding treffen. Zudem haben beide Börsenbetreiber in einem Brief an Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso einmal mehr die Vorteile der transatlantischen Verbindung herausgestellt.
Lufthansa bietet Boden- und Kabinenmitarbeitern 3,3% mehr Gehalt
Zum Auftakt der Tarifverhandlungen hat die Deutsche Lufthansa ihren 50.000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine eine Gehaltserhöhung von 3,3 Prozent angeboten. "Das Angebot ist Ausdruck der Bereitschaft des Unternehmens, die Mitarbeiter nach der 22-monatigen Nullrunde angemessen am letztjährigen Unternehmenserfolg zu beteiligen", heißt es in einem Schreiben von Lufthansa-Verhandlungsführer Stefan Lauer an die Beschäftigten.
HOCHTIEF verfolgt weiter Verkauf von Flughafenbeteiligungen
Der Baukonzern Hochtief verfolgt weiterhin die Veräußerung seiner Flughafenbeteiligungen. "Der Verkauf der Sparte ist weiterhin ein strategisches Ziel, das wir weiter verfolgen", sagte ein Sprecher des vom spanischen Bauriesen ACS kontrollierten MDAX-Konzerns am Sonntag. Das Marktumfeld sei aber schwieriger geworden, weshalb die Transaktion im vergangenen Jahr nicht durchgeführt werden konnte.
Regierung erwartet Teilausstieg von Daimler bei EADS im Sommer
Der teilweise Ausstieg von Daimler beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS wird nach Einschätzung der Bundesregierung im Verlauf des Sommers erfolgen. "Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Transaktion - wie geplant - noch diesen Sommer erfolgen wird", sagte ein Regierungssprecher Dow Jones Newswires. Die Einzelheiten müssten mit den Vertragsparteien des Aktionärspaktes noch erörtert werden. "Die Bundesregierung plant, dass die KfW vorübergehend den von Daimler
Opel: Betriebsrat erwartet von GM Strategiepapier bis Monatsende
Der neue Betriebsratsvorsitzende des Autoherstellers Opel erwartet, dass der Mutterkonzern General Motors bis Ende des Monats einen neuen Plan vorlegt, wie das Unternehmen aus Rüsselsheim wieder dauerhaft profitabel werden kann. Betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen seien allerdings bis 2014 weiterhin aufgrund bestehender Vereinbarungen ausgeschlossen, sagte Wolfgang Schäfer-Klug bei einer Pressekonferenz.
Kartellamt: DFL darf Fußballbundesliga weiter zentral vermarkten
Der Bundesligaverband DFL darf die Übertragungsrechte für die erste und zweite Fußballbundesliga auch weiterhin zentral vermarkten. Das Bundeskartellamt erlaubte dem Ligaverband und der Deutschen Fußball Liga (DFL) die bereits gängige Praxis, verpflichtete sie aber bei der Vergabe der Rechte zu Einhaltung fairer und transparenter Kriterien.
Takkt-Aktionären winkt Sonderdividende - Zeitung
Der Versandhändler für Geschäftseinrichtungen TAKKT sieht sich laut einem Zeitungsbericht für die kommende Konjunkturkrise gerüstet. Spuren wird sie bei dem sehr konjunkturabhängigen Unternehmen aber dennoch hinterlassen. 2011 verlief es für die im SDAX notierte Takkt AG in der Summe gut, wie Vorstandsvorsitzender Felix A. Zimmermann der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte. Die eigene Prognose von rund 6 Prozent Umsatzwachstum und einer operativen Gewinnmarge von 14 Prozent dürfte leicht übertroffen worden sein. Den Aktionären winke eine Sonderdividende.
Italienische Bank Monte dei Paschi schließt Kapitalerhöhung aus
Das italienische Kreditinstitut Banca Monte dei Paschi hat eine Kapitalerhöhung ausgeschlossen. Die von ihr benötigten 3,09 Milliarden Euro will die Bank aus Siena mit dem Verkauf von Vermögenswerten einsammeln, sagte der neue Vorstandsvorsitzende Fabrizio Viola. Auch vom italienischen Staat garantierte Anleihen, sogenannte Tremonti-Bonds, will das Geldinstitut nicht zur Schließung der Kapitallücke einsetzen, teile Viola mit. Die milliardenschwere Kapitallücke hatte die europäische Bankenaufsicht im Rahmen ihres Stresstests im Oktober festgestellt.
DJG/hhb/bam
(END) Dow Jones Newswires
January 15, 2012 11:50 ET (16:50 GMT)- - 11 50 AM EST 01-15-12