Brentford (aktiencheck.de AG) - Der britische Pharmakonzern
GlaxoSmithKline plc (GSK) befindet sich derzeit offenbar im Clinch mit den US-Steuerbehörden.
Nach Informationen des "Wall Street Journal" (Freitagausgabe) fordert der amerikanische Fiskus insgesamt 1,9 Mrd. Dollar an Steuernachzahlungen, Verzugszinsen und Strafzahlungen vom britischen Pharma-Multi. Dabei wirft die US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) GlaxoSmithKline vor, die Steuerlast in den USA durch unerlaubte Methoden in Zusammenhang mit der konzerninternen Verrechnung heruntergerechnet zu haben. Dabei habe GlaxoSmithkline nach Ansicht des IRS überhöhte Zinszahlungen für Forderungen ausländischer Tochtergesellschaften gegen die US-Konzerntochter abgerechnet. Dadurch habe sich die Steuerlast für GlaxoSmithKline in den USA unverhältnismäßig reduziert.
Diese als "Earnings Stripping" bekannte Methode ist bei vielen internationalen Großkonzernen gängige Praxis, um ihre Steuerlast zu verringern. In den vergangenen Jahren hatten die US-Steuerbehörden diese Praxis jedoch wiederholt in Frage gestellt.
Weder der Pharmakonzern noch das IRS wollten sich gegenüber dem "WSJ" zu dem Bericht äußern.
Die Aktie von GlaxoSmithKline notiert aktuell in London mit einem Minus von 0,85 Prozent bei 1.054,25 Pence. (22.05.2009/ac/n/a)