Vevey (aktiencheck.de AG) - Der Nahrungsmittelhersteller Nestlé S. A. stellt aufgrund eines Kostendrucks Preiserhöhungen in Aussicht.
Der Nestlé-Finanzvorstand James Singh erklärte in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Samstag), dass die wichtigste aller Maßnahmen, um die Kostensteigerungen im Zaum zu halten, die Schaffung eines Mehrwerts durch Innovationen sei. "Für diesen Mehrwert ist der Verbraucher auch bereit, mehr zu zahlen, sodass wir über Preiserhöhungen sicherstellen können, dass die Struktur unserer Gewinnspannen unverändert bleibt." Da Nestlé nach eigener Einschätzung in vielen Bereichen Innovationsführer ist, bedeute dies, dass sich die Anhebung der Abgabepreise auf weite Teile des Produktportfolios beziehen könnte. Dies werde - wenn die Margen zumindest stabil gehalten werden sollen - auch nötig sein, denn die Preise landwirtschaftlicher Erzeugnisse, auf die ein Lebensmittelkonzern naturgemäß angewiesen ist, haussieren.
Im vergangenen Jahr war der so genannte Input-Korb von Nestlé, der Rohwaren und Verpackungsmaterial umfasst, gemäß Singh rund 30 Mrd. Schweizer Franken (CHF) (23 Mrd. Euro) schwer. "Allein aufgrund der von uns angenommenen Preiserhöhungen dürfte der Wert dieses Korbs im laufenden Jahr um 2,5 Mrd. bis 3,0 Mrd. CHF steigen", schätzt der CFO. Der Korb-Anteil landwirtschaftlicher Erzeugnisse habe 9 Mrd. bis 10 Mrd. CHF betragen; davon sei auf Milch und Milchprodukte etwa die Hälfte entfallen.
Die Aktie von Nestlé notierte zuletzt bei 51,95 CHF. (07.03.2011/ac/n/a)