STUTTGART (dpa-AFX) - Die Porsche SE ist laut einem Magazinbericht im Rechtsstreit mit US-Investoren zu Zugeständnissen bereit. Das Unternehmen habe einer Gruppe von Fonds eine Abfindung in niedriger dreistelliger Millionenhöhe angeboten, berichtete das "Manager Magazin". Der Autokonzern habe die Offerte an die Bedingung geknüpft, dass die Investoren ihre in New York gegen Porsche gerichteten Schadensersatzklagen fallen lassen und auf mögliche neue Forderungen verzichten, berichtete das Blatt unter Berufung auf ungenannte Konzernkreise. An der
Börse legte die Porsche-Aktie um knapp 6 Prozent zu.
Ein Sprecher der Porsche SE wollte in Stuttgart keine Stellungnahme abgeben. "Wir äußern uns nicht zu einem laufenden Verfahren." Dem Magazin zufolge machten die Fonds vor Gericht einen Schaden in Höhe von mindestens einer Milliarde Dollar geltend. Sie hätten das von der Kanzlei Sullivan & Cromwell übermittelte Porsche-Angebot als zu niedrig abgelehnt.
Porsche hatte versucht, den deutlich größeren Konkurrenten Volkswagen zu übernehmen, war damit aber 2009 gescheitert. Die US-Kläger werfen dem Unternehmen unter anderem vor, dabei an der Börse bewusst eine Panik ausgelöst und mit dem Verkauf von Aktienoptionen mehrere Milliarden Euro verdient zu haben.
Die Porsche SE - das ist die Dachgesellschaft in der die Anteile von Porsche und Volkswagen gebündelt sind - hatte die Vorwürfe in der Vergangenheit stets zurückgewiesen./ols/DP/wiz