Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp AG hat sich einem Medienbericht zufolge mit der Deutschen Bahn geeinigt.
Nach Informationen des "Handelsblatt" wolle der Stahlkonzern mit der Deutschen Bahn wieder ins Geschäft kommen und arbeitet deshalb die Vorwürfe von Preisabsprachen beim Schienenverkauf auf. Der Ruhrkonzern habe laut dem Bericht rund ein dutzend Mitarbeiter bei der Tochter GFT Gleistechnik entlassen. In einem weiteren Schritt hat Thyssen-Krupp nun eingewilligt, Schadensersatz an die Deutsche Bahn zu leisten, schreibt die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf informierte Kreise. Interne Ermittlungen hätten ergeben, dass es Verfehlungen gegeben habe. Daher sei es verständlich, wenn die Bahn für das erlittene Unrecht entschädigt werde.
Thyssen-Krupp hatte im Verbund mit der österreichischen voestalpine AG , CMC Trinec (heute Moravia Steel) und anderen Stahlfirmen Preise und Mengen auf dem deutschen Schienenmarkt abgesprochen. Hauptgeschädigte war die Deutsche Bahn, die beim Schienenkauf seit Mitte der 90er-jahre bis zu 30 Prozent zu viel zahlen musste. Die Schadenssumme beläuft sich nach Angaben der Wirtschaftszeitung auf bis eine Milliarde Euro. Die Beteiligung an dem Schienenkartell werde Thyssen-Krupp laut dem Bericht einen dreistelligen Millionenbetrag kosten.
Die Aktie von ThyssenKrupp notiert aktuell mit einem Minus von 1,17 Prozent bei 17,74 Euro. (28.12.2011/ac/n/d)