Pressestimme: 'Emder Zeitung' zu Monti
"Es ist sattsam bekannt, dass die EU an einem Demokratiedefizit krankt. Die Wähler haben keinen direkten Einfluss auf das immer machtvollere Handeln der EU-Administration. Vor diesem Hintergrund lassen Äußerungen des italienischen Ministerpräsidenten Monti aufhorchen, der sich mehr Handlungsspielraum der nationalen Regierungschefs wünscht. Das zielt erkennbar auf Deutschland, wo sich die Kanzlerin bei vielen Entscheidungen von europäischer Tragweite immer wieder die Rückendeckung der vom Volk gewählten Abgeordneten holen muss. Das scheint dem Italien-Premier irgendwie lästig zu sein. Spinnt man den Gedanken weiter, dann wird die Krise zum Maß aller Dinge, unter dem sich gefälligst auch die Demokratie zurechtzustutzen hat."/kos/DP/nmu







