FRANKFURT (dpa-AFX) - Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 (
ProSiebenSat1 Media vz) erwartet für das kommende Jahr keine Krise in der Fernsehwerbung. Im als ausgereizt geltenden frei empfangbaren Fernsehen seien konzernweit bis zum Jahr 2015 zusätzliche Erlöse von mindestens 250 Millionen Euro drin, sagte Finanzvorstand Axel Salzmann der "Börsen-Zeitung" (Samstag). "Wenn wir es schaffen, auch in Deutschland mehr Produkte ins Fernsehen zu holen, ist das eine echte Wachstumschance."
Die konjunkturelle Eintrübung macht dem Manager nicht so große Sorgen, dass er für 2012 mit einer Krise rechnen würde. Das laufende Geschäftsjahr dürfte nach einem "zufriedenstellenden" vierten Quartal mit einem Rekordergebnis abgeschlossen werden, sagte er. Messlatte ist das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen aus dem fortgeführten Geschäft, das im vorigen Jahr 791 Millionen Euro betragen hatte.
ProSiebenSat.1 hatte zur Jahresmitte ihre Benelux-Geschäft für 1,2 Milliarden Euro verkauft und einen Buchgewinn von 325 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht ungefähr 1,50 Euro je Aktie. Die Effekte der Benelux-Transaktion sollen allerdings nicht in die Berechnung der Dividende einfließen. Zur Ausschüttung kommen 80 bis 90 Prozent des um Sondereffekte bereinigten Überschusses aus dem fortgeführten Geschäft.
Salzmann hält es für möglich, dass der Konzern seine Erlöse bis 2015 im mittleren einstelligen Bereich steigern kann. Im Digital- und Produktionsgeschäft seien zweistellige Wachstumsraten drin./stw