07.01.2013 09:21
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Das neue Jahr 2013 fängt gut an

Prof. Otte-Kolumne

Max Otte
Das neue Jahr 2013 fängt an den Börsen gut an. Es ist schön, wenn man die Bestätigung erhält, dass der Kurs...
... der letzten Jahre trotz mancher Rückschläge und Spannungen richtig war – nämlich in Aktien investiert zu bleiben.

Berkshire Hathaway haben endlich den erwarteten Kurssprung gemacht, nachdem Buffett vor einigen Wochen die Preisgrenze für sein Rückkaufangebot auf das 1,2fache des Buchwerts angehoben hat. Das war knapp unter dem damaligen Kurs von 133.000 Dollar. Heute steht die Aktie über 140.000 Dollar. Im PI Global Value Fonds hatten wir massiv Berkshire aufgestockt.

Die Aktie hatte durch das Rückkaufangebot sehr attraktive Investitionscharakteristiken: Praktisch keine Downside und ca. 35 bis 40 Prozent Upside. Nun, ein Teil dieser Upside ist mittlerweile realisiert, so dass die verbliebene Upside nur noch ca. 30 bis 35 Prozent beträgt. Dennoch könnte es sein, dass der Kurssprung jetzt einige kurzfristig denkende Menschen angezogen hat. Bei spätestens 180.000 Dollar werden wir unsere Berkshire-Aktien wohl verkaufen, weil dann das Wertpotential zunächst einmal realisiert ist.

Es gibt so viele andere billige Aktien!

In Europa drängen sich E.ON und KPN noch auf. Energias de Portugal, die ich an dieser Stelle mehrfach erwähnt habe, sieht immer noch interessant aus, obwohl sie mittlerweile um 20 Prozent gestiegen ist. Die Aktie steht immer noch bei 2,35 Euro. Wenn Sie bedenken, dass der chinesische Kraftwerksbetreiber Three Gorges vor gut einem Jahr bei einer 21prozentigen Beteiligung 3,45 Euro je Aktie gezahlt hat.

Unsere Stahlaktien voestalpine und Salzgitter sowie Flughafen Wien beginnen zu laufen. Sixt hat einen Sprung gemacht. Nutreco, KSB, Bechtle. Und so weiter.

Wenn Sie aber dann einsteigen, wenn eine Aktie „zu laufen“ beginnt, gehören Sie zwangsläufig zu den „Zittrigen“, die bereit sind, bei der kleinsten negativen Stimmung wieder auszusteigen.

Nein, Sie müssen sich vorher Gedanken machen und die Aktie vorher kaufen, gegebenenfalls auch unschöne Zeiten mit Ihrer Aktie durchmachen. Wenn sich dann die erwartete Rendite langsam einstellt, sind Sie nicht versucht, zu früh zu verkaufen, sondern die Gewinne auch bis zu ihrem fairen Wert mitzunehmen. Unser Umgang mit Berkshire ist ein Beispiel dafür, obwohl hier die Downside sehr begrenzt war.

Berkshire hat sicher seine besten Wachstumszeiten hinter sich. Aber noch ist Buffett da, der Konzern ist grundsolide aufgestellt und die Aktie ist unterbewertet. Da kauft man, bevor alle kaufen.

Prof. Dr. Max Otte ist Herausgeber des PRIVATINVESTOR (www.privatinvestor.de) und Geschäftsführender Gesellschafter der IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH. Ziel des Instituts ist die Aktienanalyse und die Entwicklung von Aktienstrategien für Privatanleger.Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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