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27.12.2012 14:31

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Das Anlagejahr neigt sich dem Ende zu. Es war für uns erfreulicher als 2011. Etliche DAX-Titel und auch Titel aus den Südländern begannen, sich zu erholen.

Allerdings ist der europäische Markt noch lange nicht ausgereizt. Qualitätsaktien für den sicherheitsorientierten Anleger sind mittlerweile fair bewertet, aber nicht zu teuer. Standardtitel wie Nestlé und Novartis bieten nach wie vor eine hohe Grundsicherheit und eine angemessene Rendite, die sich aus drei bis fünf Prozent Dividende und vier bis fünf Prozent erwarteter Wertsteigerung pro Jahr zusammensetzt.

Bei „normalen“ Titeln mit Geschäftsmodellen mittlerer Qualität bieten sich vielfach Schnäppchen an, so wie E.ON, die aufgrund einer Gewinnwarnung massiv abgestürzt sind oder die holländischen Telefongesellschaft KPN, bei der eine Dividendenwarnung den Kurs hat massiv einbrechen lassen. Erwarten Sie keine schnelle Kurserholung – ABER: Versorger waren früher immer die Witwen- und Waisenpapiere. Sicher ändern sich die Geschäftsmodelle, und einige Fragezeichen sind aufgetaucht. Aber eine ge-wisse Grundsicherheit bleibt. In der Telekombranche stehen große Umbrüche an. Aber auch hier wird eine Dienstleistung angeboten, die für Millionen Menschen wichtig ist. Wenn die Telekomunternehmen nun die letzten Spuren der Exzesse der Jahrtausendwende bereinigen und Ihre Bilanzen aufpolieren, wird es auch hier irgendwann weitergehen.

Mittlerweile ist das Thema der Finanzrepression (= schleichende Enteignung der Bürgerinnen und Bürger) auch in der Mitte der Gesellschaft angelangt. Mehr und mehr Sparer erkennen, dass Aktien ein wichtiger Bestandteil des Vermögensaufbaus und der Alterssicherung sind.

An europäischen Aktien geht dabei kein Weg vorbei.

Prof. Dr. Max Otte ist Herausgeber des PRIVATINVESTOR (www.privatinvestor.de) und Geschäftsführender Gesellschafter der IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH. Ziel des Instituts ist die Aktienanalyse und die Entwicklung von Aktienstrategien für Privatanleger.Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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