28.02.2013 13:55
Bewerten
 (0)

Bund wusste schon 2008 von Kostenexplosion bei S21

Prognose des Rechnungshofs
Die Bundesregierung wusste nach Darstellung des Bundesrechnungshofs schon vor Jahren, dass die Kosten für Stuttgart 21 aus dem Ruder laufen.
Die Rechnungsprüfer hatten bereits 2008 vorausgesagt, dass das Bahnprojekt mindestens 5,3 Milliarden Euro kosten werde. Der Präsident des Rechnungshofs, Dieter Engels, sagte der "WAZ"-Mediengruppe (Donnerstag), diese Prognose habe sich damals "im Wesentlichen auf Erkenntnisse gestützt, die auch dem Bundesverkehrsministerium vorlagen". Trotzdem unterzeichneten im April 2009 die Projektpartner Bahn, Bund, Land und Stadt einen Finanzierungsvertrag, in dem die Kosten auf 3,076 Milliarden Euro festgelegt wurden.

    Wegen der Kostenexplosion steht das Bahnhofsprojekt auf der Kippe. Der Bahn-Aufsichtsrat will am Dienstag über den Weiterbau entscheiden. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass der Finanzrahmen für Stuttgart 21 um 1,1 Milliarden auf 5,6 Milliarden Euro erhöht werden muss. Hinzu kommen Risiken von 1,2 Milliarden Euro. Bund und Bahn sind für eine Fortsetzung des Projekts. Land und Stadt lehnen aber eine Beteiligung an Mehrkosten bisher strikt ab.

    Engels kündigte an, der Rechnungshof werde die Kosten erneut überprüfen. Dabei werde untersucht, "wie sich der Bund als Eigentümer der DB AG und als Mitfinanzier" verhält. Der Rechnungshof-Chef steht einem Ausstieg aus Stuttgart 21 skeptisch gegenüber.

ESSEN (dpa-AFX)

Bildquellen: S. Kuelcue / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich leichter -- Dow schließt schwächer -- Tsipras spricht mit Merkel über neue Vorschläge - Umschuldung geplant -- Tsakalotos löst Varoufakis ab -- Deutsche Post im Fokus

ProSieben und Springer sondieren offenbar Fusion. EZB hält Notkredite für griechische Banken auf aktuellem Stand. Griechische Banken bleiben weiter geschlossen. IWF grundsätzlich bereit zu weiteren Griechenland-Hilfen. Piloten: Schlichtung bei Lufthansa gescheitert. EU-Kommission hält Griechenland-Kompromiss immer noch für möglich. EZB wird wohl Hellas-Geldversorgung nicht stoppen.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welcher Fußballtrainer verdient am meisten?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Acht überraschende Fakten über den Chef des Tech-Riesen

Deutschland liegt ganz weit vorne

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Welche Aktien könnten bis 2018 hin steigen?

Bestnoten für diese Chefs

mehr Top Rankings

Umfrage

Griechenlands Finanzminister Varoufakis tritt zurück. Glauben Sie, dass nun eine Einigung im Schuldenstreit näher rückt?