09.11.2012 10:32
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Allianz überzeugt auf breiter Front

Prognose steht trotz Sandy
Es war bislang ein gutes Jahr für die Allianz. Wie in den ersten beiden Quartalen stiegen Umsatz, operatives Ergebnis und Quartalsüberschuss auch im Zeitraum Juli bis September.
Insbesondere im Bereich Vermögensverwaltung konnte der Versicherungskonzern zulegen.

   Der Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal 2012 um 4,7 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis ging es im Vergleich zum Vorjahr sogar um rund 33 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro nach oben. Alle drei Geschäftsbereiche verzeichneten Verbesserungen.

   Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft macht der Konzern zwar keine Höhenflüge, aber das Geschäft liefert solide Ergebnisse. Im dritten Quartal legte das operative Ergebnis hier um 4,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Geringere Schäden aus Naturkatastrophen halfen der Allianz, die Schaden-Kosten-Quote um 1,3 Prozentpunkte auf 96,3 Prozent zu verbessern. Im Vorjahr hatten diverse Katastrophen - unter anderem der Tsunami in Japan - das Ergebnis belastet. Allerdings kann die Allianz noch keine verlässlichen Schätzungen machen, wie hoch die erwarteten Schäden nach Hurrikan "Sandy" sein werden, wie das Unternehmen im Zwischenbericht schreibt.

   Bei der Lebens- und Krankenversicherung kann die Allianz vor allem in Märkte wie der Asien-Pazifik-Region, Frankreich, der Schweiz und Spanien punkten. Das wirkt sich positiv auf die Beitragseinnahmen aus, die um 0,9 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro zulegten. Das operative Ergebnis stieg um rund 300 Millionen auf 822 Millionen Euro. Der Anstieg um 58 Prozent ist vor allem auf ein verbessertes Anlageergebnis zurückzuführen. Im Vorjahr hatten Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen das Konzernergebnis insgesamt belastet. "Unsere Anlagebasis wächst weiter und auch unser operatives Ergebnis bleibt auf einem sehr guten Kurs", sagte Oliver Bäte, Mitglied des Vorstands der Allianz.

   Richtig stark ist aber in diesem Jahr die Vermögensverwaltung der Allianz. Hier gingen alle Kennzahlen im zweistelligen Prozentbereich nach oben. Beispielsweise kletterte der Provisionsüberschuss um rund 37 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Grund für die Verbesserung sind performanceabhängige Gebühren und positive Währungseffekte sowie mehr verwaltete Anlagen. Hier haben die Kunden die Allianz auf ein neues Rekordniveau katapultiert: 1,8 Billionen Euro verwalten die beiden Töchter Pimco und Allianz Global Investors inzwischen - fast 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

   Auf Basis dieser guten Ausgangslage verbesserte sich das operative Ergebnis im Asset Management im dritten Quartal um 58 Prozent auf 849 Millionen Euro. Bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte entspricht dies immer noch einem Wachstum von 41 Prozent. Auch das Aufwand-Ertrag-Verhältnis verbesserte sich um 5,5 Prozentpunkte auf 54 Prozent. Insbesondere Pimco konnte im US-Markt und weltweit wachsen. Bei Allianz Global Investors ist man noch mit der Umstrukturierung beschäftigt, wodurch der Bereich dann künftig weiteres Wachstum erzielen soll.

   Dass der Quartalsüberschuss auf 1,4 Milliarden Euro kletterte und die Prognose für den operativen Gewinn im Gesamtjahr 2012 auf 9 Milliarden Euro angehoben wird, hatte der Konzern bereits vor einigen Tagen mitgeteilt.

   Da die Allianz ihre Bilanz weiter stärken will, wird allerdings der Jahresüberschuss geringer als noch im Vorjahr ausfallen. Geplant sind die Verringerung von Investmentrisiken sowie Restrukturierungsmaßnahmen, wie bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 2012.

   Auch bei den deutschen Rückversicherern lief es bislang hervorragend. Nach einer Vervierfachung des Gewinns im dritten Quartal hatte auch die Munich Re ihre Jahresprognose erhöht. Für das Gesamtjahr rechnet Vorstandschef Nikolaus von Bomhard nun mit einem Gewinn nach Steuern von 3 Milliarden Euro. Zuvor war er von etwas mehr als 2,5 Milliarden Euro ausgegangen.

   Und auch Hannover Rück hat sich nach einem sehr starken dritten Quartal eine Prognose entlocken lassen und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Gewinnsprung von gut 30 Prozent. Die gesamte Branche der Versicherer und Rückversicherer profitiert davon, dass 2012 in den ersten neun Monaten weniger Naturkatastrophen auftraten.

Dow Jones Newswires,  Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 13 AM EST 11-09-12

Bildquellen: gary718 / Shutterstock.com

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