Als Beispielmärkte nannte Vorstandschef Reinhard Ploss am Donnerstag vor der Hauptversammlung in München die USA, Japan und die Region Asien. Der US-Automobilmarkt sei nach wie vor einer der größten der Welt und wachse wieder kräftig. "Hier wollen wir unseren Marktanteil von vier Prozent im Jahr 2011 auf rund acht Prozent im Jahr 2016 verdoppeln."
Infineon ist laut eigenen Angaben der weltweit zweitgrößte Hersteller von Autochips.
Die Kunden in Japan sollen langfristig mehr als zehn Prozent zum Umsatz beitragen, nach sechs Prozent im vergangenen Jahr. Im übrigen Asien und vor allem China seien viele internationale Konzerne schon Kunden bei Infineon. Der Konzern will dort nun verstärkt mit lokalen und kleineren Unternehmen ins Geschäft kommen. Als Ziel haben sich die Münchner bis 2016 einen China-Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro vorgenommen.
Aus dem Raum Asien-Pazifik kamen bei Infineon im vergangenen Jahr 38 Prozent des Konzernumsatzes, zwei Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Infineon dürfte damit nach Berechnung des Unternehmens den höchsten Asien-Umsatzanteil aller im Dax gelisteten Unternehmen haben.
Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr (Ende September) bekräftigte Ploss. Er gehe weiter davon aus, dass Infineon den Tiefpunkt erreicht habe. Im laufenden zweiten Geschäftsquartal sei mit einer Belebung zu rechnen. Wie bisher erwartet der Konzernchef für das Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatzrückgang zwischen 5 und 9 Prozent auf eine Größenordnung von 3,6 Milliarden Euro (VJ 3,9). Beim Segmentergebnis stellt Ploss einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz vom Umsatz in Aussicht. Das wäre im Vergleich zum Vorjahr eine Halbierung auf eine Größenordnung von annähernd 250 Millionen Euro.
MÜNCHEN (dpa-AFX)
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