Oberkirch (aktiencheck.de AG) - Die Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang verbuchen.
Wie der Automobilzulieferer am Dienstag verkündete, stiegen Umsatzerlöse und Gesamtleistung des PWO-Konzerns kräftig um 30,9 Prozent auf 83,0 Mio. Euro bzw. um 21,7 Prozent auf 79,5 Mio. Euro. PWO profitiert damit weiterhin von der anhaltend guten Branchenkonjunktur sowie vom Anlauf neuer Serienproduktionen.
Das operative EBIT vor Währungseffekten des Berichtsquartals erhöhte sich trotz Belastungen aus Serienanläufen auf 3,4 Mio. Euro, nach 3,2 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Dagegen sank das ausgewiesene EBIT auf 3,3 Mio. (Vorjahr: 4,5 Mio.) Euro. Das unterdurchschnittliche Wachstum des operativen EBIT resultierte insbesondere aus einem stichtagsbedingt hohen Volumen an Werkzeugumsätzen sowie aus Belastungen seitens der Materialpreise im Drei-Monats-Zeitraum. Das EBT schrumpfte auf 1,8 Mio. (Vorjahr: 3,0 Mio.) Euro, das Periodenergebnis auf 0,9 Mio. (Vorjahr: 2,0 Mio.) Euro.
Mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2011 habe man die Basis gelegt, um die eigene Prognose eines EBIT vor Währungseffekten von 19 Mio. Euro für das Gesamtjahr 2011 zu erreichen, hieß es. Die Umsatzerlöse aus dem Seriengeschäft plant das Unternehmen unverändert bei etwa 300 Mio. Euro.
Nachdem im ersten Halbjahr 2011 ein Neuauftragsvolumen von über 150 Mio. Euro gebucht werden konnte, das sich über alle Produktbereiche verteilt und an dem alle Standorte partizipieren, konnte alleine im Monat Juli ein Auftragsvolumen von weiteren rund 50 Mio. Euro akquiriert werden. Schwerpunkt hierbei ist ein Großauftrag über rund 30 Mio. Euro für Komponenten von Elektromotoren. Alle diese Neuaufträge, die ab 2013 in Serie gehen werden, tragen wesentlich zum weiteren Wachstum der PWO-Standorte in Nordamerika, China und auch in Europa bei.
Die Aktie von Progress-Werk Oberkirch verliert derzeit 3,34 Prozent auf 41,19 Euro. (02.08.2011/ac/n/nw)