Die Allianz kommt vorläufig bei der Provinzial Nordwest nicht zum Zug. Statt mit Europas größtem Versicherer über einen Verkauf zu verhandeln, sollen die Provinzial-Eigentümer eine Fusion der beiden Sparkassenversicherer Nordwest und Rheinland prüfen. Bis Ende März könnte über einen Zusammenschluss verhandeln werden, hat die Nordrhein-Westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit den Eigentümern vereinbart, heißt es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. "Die Gespräche mit anderen Interessenten werden bis dahin ausgesetzt."
Vergangene Woche hatte das Wall Street Journal Deutschland erfahren, dass die Allianz SE an dem Versicherer Provinzial Nordwest interessiert ist. Rund 2,3 Milliarden Euro soll der Versicherungskonzern den vier Eigentümern geboten haben. Die Allianz wollte sich dazu auch am Montag nicht äußern.
Mit einer möglichen Fusion würde im Sparkassenlager die Konsolidierung im Versicherungssektor angestoßen. Das würde auch den Plänen von Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon entgegenkommen. Er ist derzeit dabei, eine Konsolidierung im Sparkassenlager voranzutreiben.
Eigentümer der Provinzial Nordwest hatten schon signalisiert, kein Interesse an einem Verkauf an die Allianz zu haben. So hatten der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Sparkasse Münsterland Ost erklärt, derzeit nicht verkaufen zu wollen.
Der LWL hält 40 Prozent an der Provinzial Nordwest. Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe ebenfalls 40 Prozent, der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein 18 Prozent und der Ostdeutsche Sparkassenverband 2 Prozent.
An der Provinzial Rheinland ist der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz mit 33,3 Prozent beteiligt. Der Rheinische Sparkassen- und Giroverband hält 34 Prozent und die restlichen Anteile liegen beim Landschaftsverband Rheinland.
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December 10, 2012 09:20 ET (14:20 GMT)
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