16.11.2012 19:00
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Putin kritisiert EU-Energiepolitik als 'schädlich'

    MOSKAU (dpa-AFX) - Angesichts eines EU-Kartellverfahrens gegen den russischen Staatskonzern Gazprom  (Gazprom (Spons ADRs)) hat Kremlchef Wladimir Putin die Energiepolitik der EU als "schädlich" kritisiert. Russland akzeptiere die Gesetze der Europäischen Union. "Das Einzige, gegen das wir uns aussprechen, ist, dass Gesetze rückwirkend angewendet werden", sagte der Präsident der Energiegroßmacht am Freitag bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Moskau. Das sei inakzeptabel und "unzivilisiert". Die EU-Kommission wirft Gazprom vor, Konkurrenten auszuschalten und die Gaspreise hochzutreiben.

 

    Merkel räumte Probleme ein. "Es gibt hier in der EU sehr unterschiedliche philosophische Vorstellungen: Was schützt den Wettbewerb mehr? Deutschland konnte sich mit den Vorstellungen nicht immer voll durchsetzen", sagte die Kanzlerin. Zugleich riet sie Russland, "die Dinge so zu nehmen, wie sie sind, und die Spielräume maximal auszunutzen".

 

    Erfreut zeigte sich Merkel über die Ostsee-Pipeline Nord Stream, durch die Russland Gas direkt nach Deutschland pumpt. "Es ist sehr erfolgreich gelungen, Nord Stream zu bauen. Damit hat Deutschland auch eine strategische Bedeutung, was den gesamten Gasfluss nach Europa anbelangt", sagte Merkel./du/bvi/DP/jha

 

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