16.11.2012 19:05
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Putin vertraut Widerstandsfähigkeit der europäischen Wirtschaft

   Von Alexander Kolyandr

   MOSKAU--Russlands Präsident Wladimir Putin setzt auf die Widerstandsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der russischen Hauptstadt sagte Putin: "Wäre das nicht der Fall, würden wir nicht 40 Prozent unserer Devisenreserven in Euro halten". Kanzlerin Merkel wiederholte ihre Überzeugung, dass Europa gestärkt aus der Krise hervorgehen werde. "Der Euro hat sich trotz Schwierigkeiten als stabile Währung erwiesen", sagte sie zum Abschluss der 14. deutsch-russischen Regierungskonsultationen.

   Merkel versuchte, den Geist von Freundschaft und Partnerschaft zwischen beiden Ländern zu betonen. "Wir wollen, dass Russland erfolgreich ist", sagte die Kanzlerin. Zu einer solchen Beziehung gehörten aber auch Kritik und Streit. Merkel kritisierte erneut die Verurteilung der Sängerinnen der Band Pussy Riot und einige Gesetzgebungsverfahren in Russland. Der Gastgeber reagierte scharf und bezichtigte die Band antisemitischer Aktionen. "Ich glaube nicht, dass Deutschland so etwas unterstützen sollte", sagte Putin.

   Er räumte ein, dass es "manchmal Meinungsverschiedenheiten" zwischen den Ländern gebe. Es herrsche aber "keine düstere Atmosphäre".

   Beide Politiker zeigten sich besorgt über den neuen Gewaltausbruch zwischen Juden und Palästinensern. Während aber Angela Merkel der Hamas die Schuld an dem aufgeflammten Konflikt gab, verurteilte Putin keine der beiden Seiten direkt. In der Syrienfrage stellt sich Russland weiter klar gegen jede Form der Intervention. "Wir müssen erst sicherstellen, dass die Rechte aller ethnischen und religiösen Gruppen gewahrt sind, bevor wir etwas ändern", betonte Putin.

   Am Rande des Treffens hat sich Siemens einen Auftrag der Russischen Staatsbahn gesichert. Mit einem Joint Venture von Siemens und dem russischen Unternehmen Sinara vereinbarte die Bahn die Lieferung von 675 Elektro-Lokomotiven für den Frachtverkehr.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/DJN/chg/mgo

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   November 16, 2012 12:34 ET (17:34 GMT)

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