Q-Cells - soll man die Aktie jetzt noch shorten?
EMFIS.COM - Frankfurt 10.02.2012 (www.emfis.de) Die Aktie des leidgeprüften Solarkonzerns Q-Cells macht mittlerweile einen äußerst angeschlagenen Eindruck. Angesichts der hohen Verschuldung des Unternehmens, des inzwischen aufgezehrten Eigenkapitals und der Tatsache, dass ein Grossteil der Gesellschaft demnächst in die Hände der Gläubiger übergehen wird, sehen die meisten Analysten hier kaum noch Kursperspektiven.
Stattdessen werden inzwischen Kursziele herumgereicht, die sich nur noch im Bereich von 5 bis 15 Cents befinden. Sollte dies eintreten, dann würde der Wert nochmals deutlich nach unten gehen, denn der gestrige Schlussstand lag bei 33,5 Cents.
Lachhaft hohe Spreads
Für den normalsterblichen Privatanleger, der nicht die Möglichkeit hat, den Titel direkt leer zu verkaufen, sind die Möglichkeiten, an einem fallenden Kurs zu verdienen, inzwischen allerdings sehr begrenzt. Die meisten PUT-Optionsscheine auf Q-Cells wurden begeben, als sich der Wert noch auf einem deutlich höheren Niveau befand. Bei Basispreisen zwischen 1,00 und 3,00 Euro ist es aber relativ irrelevant, ob der Kurs nochmals von 0,33 auf beispielsweise 0,16 Euro nach unten geht, obwohl dies einer weiteren Halbierung entsprechen würde.
Zwar gibt es tatsächlich auch einige PUTs mit niedrigeren Basispreisen. Hier sind allerdings die Spreads (der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis) mittlerweile absurd hoch. Der Emittent BNP Paribas beispielsweise bot den PUT mit der WKN BP1GNH (Basispreis 0,50 Euro – Laufzeit bis zum 19.09.2012) zuletzt zu 0,49 Euro an, nahm ihn aber nur noch für 0,29 Euro wieder zurück, was einem Spread von über 40 Prozent entspricht. Bei einer solchen Spanne verbietet sich natürlich für den klar denkenden Trader jegliches Investment.
Möglichkeiten mit Knock-Out-Produkten
Etwas besser sieht es bei den Hebelzertifikaten aus. Hier bietet etwa die Commerzbank ein Hebel-Bear-Produkt mit einer Knock-Out-Schwelle bei 0,40 Euro an (WKN: CK6Z7V). Das Szenario einer möglichen Kurshalbierung bei der Aktie von 0,33 Euro aus würde sich bei diesem Instrument durchaus noch stark bemerkbar machen. Der Spread ist hier mit knapp 15 Prozent zwar immer noch ärgerlich hoch – für Marktteilnehmer, die von einer starken Kursbewegung bei der Aktie nach unten ausgehen, ist dies allerdings möglicherweise noch verkraftbar.
Festzuhalten bleibt, dass die Möglichkeiten für Short-Spekulationen bei Q-Cells mangels geeigneter Instrumente inzwischen begrenzt sind. Daneben versteht es sich von selbst, dass derartige Hebel-Instrumente nur für ausgesprochen spekulative Naturen geeignet sind. Speziell für Knock-Out-Produkte gilt: Sobald die Aktie einen größeren Satz in die falsche Richtung macht, ist der Kapitaleinsatz weg!
Stattdessen werden inzwischen Kursziele herumgereicht, die sich nur noch im Bereich von 5 bis 15 Cents befinden. Sollte dies eintreten, dann würde der Wert nochmals deutlich nach unten gehen, denn der gestrige Schlussstand lag bei 33,5 Cents.
Lachhaft hohe Spreads
Für den normalsterblichen Privatanleger, der nicht die Möglichkeit hat, den Titel direkt leer zu verkaufen, sind die Möglichkeiten, an einem fallenden Kurs zu verdienen, inzwischen allerdings sehr begrenzt. Die meisten PUT-Optionsscheine auf Q-Cells wurden begeben, als sich der Wert noch auf einem deutlich höheren Niveau befand. Bei Basispreisen zwischen 1,00 und 3,00 Euro ist es aber relativ irrelevant, ob der Kurs nochmals von 0,33 auf beispielsweise 0,16 Euro nach unten geht, obwohl dies einer weiteren Halbierung entsprechen würde.
Zwar gibt es tatsächlich auch einige PUTs mit niedrigeren Basispreisen. Hier sind allerdings die Spreads (der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis) mittlerweile absurd hoch. Der Emittent BNP Paribas beispielsweise bot den PUT mit der WKN BP1GNH (Basispreis 0,50 Euro – Laufzeit bis zum 19.09.2012) zuletzt zu 0,49 Euro an, nahm ihn aber nur noch für 0,29 Euro wieder zurück, was einem Spread von über 40 Prozent entspricht. Bei einer solchen Spanne verbietet sich natürlich für den klar denkenden Trader jegliches Investment.
Möglichkeiten mit Knock-Out-Produkten
Etwas besser sieht es bei den Hebelzertifikaten aus. Hier bietet etwa die Commerzbank ein Hebel-Bear-Produkt mit einer Knock-Out-Schwelle bei 0,40 Euro an (WKN: CK6Z7V). Das Szenario einer möglichen Kurshalbierung bei der Aktie von 0,33 Euro aus würde sich bei diesem Instrument durchaus noch stark bemerkbar machen. Der Spread ist hier mit knapp 15 Prozent zwar immer noch ärgerlich hoch – für Marktteilnehmer, die von einer starken Kursbewegung bei der Aktie nach unten ausgehen, ist dies allerdings möglicherweise noch verkraftbar.
Festzuhalten bleibt, dass die Möglichkeiten für Short-Spekulationen bei Q-Cells mangels geeigneter Instrumente inzwischen begrenzt sind. Daneben versteht es sich von selbst, dass derartige Hebel-Instrumente nur für ausgesprochen spekulative Naturen geeignet sind. Speziell für Knock-Out-Produkte gilt: Sobald die Aktie einen größeren Satz in die falsche Richtung macht, ist der Kapitaleinsatz weg!


