Konzernangaben vom Mittwoch zufolge lag der Konzernumsatz der fortzuführenden Aktivitäten mit 297,5 Mio. Euro knapp 5 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Wachstumstreiber war weiterhin die Region Osteuropa mit einem Umsatzplus von rund 20 Prozent.
Sowohl in West- als auch in Osteuropa ließen sich deutliche Preissteigerungen durchsetzen. So konnten die weiterhin stark steigenden Rohstoffkosten kompensiert und ein positiver Margeneffekt erzielt werden. Das EBITDA stieg um 5,6 Prozent auf 28,1 Mio. Euro. Damit lag die EBITDA-Marge bei 9,4 Prozent. Bereinigt um Einmalbelastungen von 6,5 Mio. Euro lag das EBITDA bei 34,6 Mio. Euro und die Marge bei 11,6 Prozent. Trotz unverändert hoher Finanzierungslasten schloss der Konzern das dritte Quartal bei den fortzuführenden Aktivitäten mit einem Nachsteuergewinn von 1,6 Mio. Euro ab, nach -14,2 Mio. Euro im gleichen Quartal 2010.
Der Ausblick steht unter der Annahme, dass das finanzielle Restrukturierungskonzept wie geplant umgesetzt wird. Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten wird im Gesamtjahr voraussichtlich im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich wachsen. Damit bekräftigt der Vorstand seine bisherigen Erwartungen. Auf vergleichbarer Basis, das heißt ohne Berücksichtigung des Nordamerika-Geschäfts, erwartet Pfleiderer auch im Jahr 2012 weiteres Wachstum, sofern sich die derzeitigen Rahmenbedingungen nicht substanziell verschlechtern. Die Ergebnissituation wird im Gesamtjahr 2011 ganz wesentlich noch von den Kosten der Restrukturierung beeinflusst werden. Trotz einer deutlichen operativen Verbesserung wird für das Gesamtjahr weiterhin ein Verlust erwartet. Für 2012 erwartet der Vorstand eine weitere operative Ergebnisverbesserung im Konzern.
Die Aktie von Pfleiderer notiert aktuell mit einem Minus von 2,04 Prozent bei 0,24 Euro.
Neumarkt (aktiencheck.de AG)
Bildquellen: Pfleiderer AG