von Jörg Bernhard
Was dem Dow-Jones-Index bereits gelang, nämlich in der abgelaufenen Handelswoche ein neues Rekordhoch zu markieren, ist bei den zwei US-Aktien Adobe und Oracle noch in Arbeit. Die während der vergangenen 12 Monate auf Dollarbasis erzielten Wertsteigerungen um 21,1 Prozent (Adobe) und 20,9 Prozent (Oracle) sprechen eine klare Sprache. An den Charts beider Nasdaq-Werte gibt es derzeit wahrlich nichts zu meckern. Lediglich der Timingindikator Relative-Stärke-Index lieferte mit einem Rutsch unter 70 Prozent zuletzt ein charttechnisches Verkaufssignal. Außerdem bewegen sich beide Titel mittlerweile in eine signifikante Widerstandszone vor. Ohne exzellente Quartalszahlen dürfte es allerdings schwierig werden, diese nachhaltig zu überwinden.
Wachsende Skepsis der Analysten bei Adobe
Die Analysten trauen zwar beiden Softwarefirmen Gewinne zu, bei Adobe befanden sich die geschätzten Gewinne pro Aktie in den vergangenen drei Monaten allerdings eindeutig im Rückwärtsgang. Während die Konsensprognosen bei Oracle in diesem Zeitraum mit 0,66 Dollar pro Aktie unverändert blieben, revidierten die Analysten ihre ursprünglichen Schätzungen bei Adobe deutlich nach unten. Vor drei Monaten war im Durchschnitt noch ein Plus von 0,56 Dollar erwartet worden, mittlerweile geht man in Analystenkreisen nur noch von 0,31 Dollar aus. Bei den prognostizierten Kurszielen fällt auf, dass die Adobe-Aktie diesen Durchschnittswert bereits um 3,2 Prozent übertroffen hat, während bei der Oracle-Aktie lediglich ein Plus von 4,6 Prozent fehlt, um diesen Wert einzustellen. Nun darf man gespannt sein, ob nach der Bekanntgabe der jeweiligen Quartalszahlen die Kursziele eher nach oben oder nach unten revidiert werden.