von Jörg Bernhard
Der Sportartikelmarkt hat sich in den vergangenen Jahren – sämtlichen Krisen zum Trotz – ausgesprochen erfolgreich entwickelt. Bei der Adidas-Aktie schlug sich dies seit dem Jahreswechsel mit einem Kursgewinn von über 35 Prozent in einer Outperformance gegenüber dem DAX in Höhe von sechs Prozentpunkten nieder. Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike wird am Donnerstag Umsatz- und Ergebniszahlen für das zweite Quartal veröffentlichen. Die fundamentale Geschäftslage sieht bei der US-Gesellschaft ausgesprochen stabil aus. In den vergangenen drei Monaten revidierten die Analysten ihre Gewinnschätzungen „relativ human“ nach unten. Für Q2 2012/13 stuften sie Ihre Schätzungen für den Gewinn pro Aktie von 1,04 auf 1,00 Dollar pro Aktie zurück. Für das aktuell laufende Quartal gab es eine etwas geringere Anpassung von 1,42 auf 1,39 Dollar pro Aktie zu beobachten.
Analysten: Keine negative Ratings
Bei den ausgesprochenen Analysten-Ratings geht die Tendenz in Richtung „Übergewichten“, wobei neutrale Einschätzungen („Halten“) überwiegen. Interessant dabei: Kein Aktienexperte empfiehlt den Titel derzeit zum „Untergewichten“ bzw. „Verkaufen“. Summa summarum gibt es siebenmal ein Kaufen-Urteil, zweimal ein „Übergewichten“ und immerhin 15 „Halten“-Empfehlungen. Die ausgesprochenen Kursziele reichen von 90 bis 120 Dollar und ergeben einen Mittelwert von 103,55 Dollar. Am Freitag schloss die Aktie in New York mit 96,91 Dollar nur wenig darunter.
Aus charttechnischer Sicht kämpft die Nike-Aktie mit dem Überwinden der psychologisch bedeutsamen Hürde von 100 Dollar. In der zweiten Septemberwoche scheiterte sie schon einmal an diesem Vorhaben. Ohne eine positive Überraschung bei den Q2-Unternehmenszahlen dürfte dies ein Ding der Unmöglichkeit werden.
Bildquellen: Michela Lietti