03.08.2012 19:03
Bewerten
 (0)

RATING: S&P senkt Bewertung von Euroland Slowenien - Slowakei-Rating unverändert

    LONDON (dpa-AFX) - Die US-amerikanische Ratingagentur Standard and Poor's (S&P) hat einen Tag nach Moody's ebenfalls die Bewertung der Kreditwürdigkeit Sloweniens gesenkt. Während Moody's die Bewertung des Mitgliedes der Eurozone gleich um drei Stufen nach unten setzte, senkte S&P die Bewertung laut einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung aber nur um eine Stufe von "A+" auf "A".

 

    Zudem setzten die S&P-Experten den Ausblick für die Kreditbewertung von Slowenien auf "negativ". Damit kann in den kommenden Monaten eine weitere Herabstufung erfolgen. Die Agentur begründete die negative Bewertung mit "politischer Unsicherheit" im Land. Es gebe "Risiken", dass Slowenien die geplanten Strukturreformen auch in die Tat umsetzen könne. Zudem hätten sich die Probleme im angeschlagenen Bankensektor des Landes verschärft.

 

    Aus dem Musterschüler Slowenien ist in den vergangenen Monaten immer mehr ein Sorgenkind der Eurozone geworden. Die Banken des Landes kämpfen mit faulen Krediten und zuletzt gab es Spekulationen, auch Slowenien könnte unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen.

 

    Bereits in der Nacht zum Freitag hatte die Agentur Moody's für einen neuen Tiefschlag in Richtung Eurozone gesorgt und die Kreditwürdigkeit Slowenien gleich um drei Stufen gesenkt, von "A2" auf "Baa2". Damit ist das Land nach Lesart von Moody's nur noch zwei Stufen oberhalb des "Ramsch"-Status angesiedelt. Ab der Einstufung "Ba1" werden Anleihen nicht mehr als Investment empfohlen, sondern gelten als spekulative Anlage.

 

    Außerdem hatte S&P die Bewertung der Slowakei am Abend bestätigt und das Rating weiter auf "A" festgesetzt. Zudem beließ die Agentur den Ausblick für die Kreditwürdigkeit dieses Landes weiter auf "stabil". Damit ist auch in den kommenden Monaten nicht mit einer Veränderung der Bewertung für die Slowakei durch S&P zu rechnen./jkr/fn

 

Heute im Fokus

DAX schließt tief im Minus -- Dow mit Verlusten -- German Pellets kaufte vor Insolvenz E.ON-Kraftwerk -- adidas steigert Gewinn -- Société Générale: Renditeziel in Gefahr -- Tesla, Twitter im Fokus

Euro-Finanzminister sehen Marktturbulenzen gelassen. Zahl der Fahrzeug-Rückrufe seit 2011 verdreifacht. Russland fordert Europa zu Ende der Sanktionen auf. Daimler-Vorstand wird wohl umgebaut. Industrieverband: Griechenland droht wieder die Zahlungsunfähigkeit. Ölpreise fallen deutlich - WTI nur knapp über 12-Jahrestief. Deutsche Post steigt stärker ins Reisegeschäft ein. Auch für die Fed gehören Negativzinsen in den Instrumenten-Kasten. Geschäft mit Luxus-Kosmetik treibt L'Oreal-Umsatz an.
Welche ist die wertvollste Marke im Bereich des Sports?
Wer verdient am meisten?
Diese 10 Produkte sind nur für den ganz großen Geldbeutel

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die öffentliche Verschwendung
Wen sieht die BrandZ-Studie vorn?
Diese Materialien könnten Sie sich nach Ihrem nächsten Lottogewinn gönnen
Wer waren die Aktienstars des deutschen Leitindex?
Wie entwickelten sich Rohstoffe im 3. Quartal?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Geldgeber Griechenlands sind mit den Reformbemühungen der Regierung in Athen laut einem Medienbericht noch nicht zufrieden. Ist für Sie das Thema Grexit abgehakt?