HAMBURG (dpa-AFX) - Der deutsch-amerikanische Laserspezialist ROFIN-SINAR (
Rofin-Sinar Technologies) hat im zweiten Geschäftsquartal (Ende März) wesentlich stärker unter der Wirtschaftsflaute gelitten als befürchtet. Der Umsatz fiel binnen eines Jahres um 45 Prozent auf 75,6 Millionen Dollar, wie ROFIN-SINAR am Donnerstagnachmittag in Hamburg mitteilte. Analysten und das Unternehmen selbst hatten zuvor mit einem Abrutschen um ein Drittel gerechnet. In der Folge brach der Überschuss von 10,8 auf nur noch 1,2 Millionen
Dollar ein. Operativ landete das Unternehmen sogar knapp in der Verlustzone. Die
Aktie fiel um 3,56 Prozent auf 14,50 Euro.
Einen konkreten Ausblick gab der Vorstand zunächst nicht. "Im Januar und Februar verzeichneten wir in fast allen Industriezweigen ein niedrigeres Auftragsniveau", sagte Unternehmenschef Günther Braun, "der März hingegen zeigte bereits eine Erholung." Sobald die Konjunkturpakete angelaufen seien, werde auch das Geschäft von ROFIN-SINAR wieder anziehen. Von Januar bis März gingen Aufträge über 62,0 Millionen Dollar ein, der Bestand schrumpfte binnen drei Monaten von 111,7 auf 98,1 Millionen Dollar.
Nachdem es zuerst so ausgesehen hatte, als ob ROFIN-SINAR immun gegen die Krise sei, erwischte es die ehemalige Siemens-Tochter im vorangegangenen Quartal dann umso schlimmer: Der Umsatz fiel um ein Fünftel, der Überschuss halbierte sich. Der Vorstand verzichtete im Anschluss auf die sonst üblichen detaillierten Prognosen für das Folgequartal und das Gesamtjahr und gab nur noch als Ziel aus, profitabel zu bleiben. Ein Sparprogramm insbesondere in Vertrieb, Verwaltung und Entwicklung soll dabei helfen. ROFIN-SINAR ist an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq sowie im TecDax notiert./das/tw