14.12.2012 14:24
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ROUNDUP 2: Autokrise in Europa verschärft sich - verkauft wird woanders

    BRÜSSEL/BERLIN (dpa-AFX) - 2012 droht für Europa das schlechteste Autojahr seit 19 Jahren zu werden. Die Zahl der Neuzulassungen in den heutigen 27 EU-Staaten ist von Januar bis November auf den niedrigsten Stand seit 1993 gefallen. Sie sank auf 11,26 Millionen Autos, 7,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Branchenverband ACEA am Freitag in Brüssel mitteilte. Für die deutschen Hersteller laufen die Geschäfte dennoch weiterhin gut, weil sie in China und den USA viele Käufer finden. So blieb VW bis Ende November auf Rekordkurs.

 

    In der Europäischen Union sank die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im November den 14. Monat in Folge - 926 486 Fahrzeuge waren 10,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Drastisch waren die Rückgänge in Südeuropa. So wurden in Spanien oder Italien im November gut ein Fünftel weniger Autos neu zugelassen als im Vorjahresmonat, auch in Frankreich gab es ein Minus von mehr als 19 Prozent. Deutschland schnitt mit einem Rückgang von 3,5 Prozent noch relativ gut ab. Eine Ausnahme bildete Großbritannien, wo die Zulassungen um 11,3 Prozent stiegen.

 

Hoffnung für die Autobranche kommt aus den USA

 

    Hingegen hält der Boom in den USA an. In den Vereinigten Staaten wurden im November 1,14 Millionen Fahrzeugen abgesetzt, 15 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die deutschen Hersteller profitierten besonders, konstatierte der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Berlin. Sie steigerten ihren Absatz um 28 Prozent auf 121 800 Autos und wuchsen fast doppelt so stark wie der Gesamtmarkt. Im bisherigen Jahresverlauf erhöhte sich der Absatz deutscher Wagen um 21 Prozent auf 1,13 Millionen, während der gesamte Markt um gut 14 Prozent auf 13,1 Millionen Neufahrzeuge zulegte. Die deutschen Hersteller erhöhten laut VDA ihren Marktanteil in den USA um einen halben Prozentpunkt auf 8,6 Prozent.

 

    Auch in China entwickelte sich der Pkw-Markt laut VDA weiter dynamisch. Insgesamt wurden im November rund 1,3 Millionen Neufahrzeuge verkauft, knapp 12 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres stieg der Pkw-Absatz um fast 9 Prozent auf 12 Millionen Einheiten. Der chinesische Markt sei damit größer als der westeuropäische, bemerkte der VDA. Die deutschen Hersteller hätten in China einen Marktanteil von 22 Prozent.

 

Volkswagen legt weiter zu

 

    Der VW-Konzern steigerte seine weltweiten Auslieferungen bis Ende November auf 8,29 Millionen Fahrzeuge - 10,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch der Monat November verlief mit 794 500 verkauften Fahrzeugen und einem Zuwachs von 11,7 Prozent positiv, wie das Unternehmen in Wolfsburg mitteilte. "Schon nach elf Monaten haben wir mehr Fahrzeuge ausgeliefert als im gesamten letzten Jahr. Vor allem mit Blick auf die anhaltend schwierige Situation in einigen europäischen Märkten ist das ein hervorragendes Ergebnis", sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler.

 

    Derweil hieß es aus Stuttgart, wegen der hohen Nachfrage werde Daimler dieses Jahr so viele Autos produzieren wie nie. Für 2012 rechnet Mercedes-Benz demnach mit mehr als 1,34 Millionen Fahrzeugen und peilt damit einen neuen Jahresbestwert an./brd/hgo/DP/fbr

 

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Autokartell
BMW, Daimler und VW - Kartellvorwürfe bringen Chancen für Anleger mit sich
In den vergangenen Tagen mussten die Aktionäre der großen deutschen Autobauer einiges wegstecken. Die Gerüchte über ein mögliches Autokartell schickten die Anteilsscheine der Premium-Hersteller auf Tauchstation. Nun eröffnen sich Chancen für mutige Spekulanten.

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